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Altersvorsorgedepot Rechner: In sieben Schritten die eigene Rente kalkulieren, auch als Italiener in Deutschland

Altersvorsorgedepot Rechner richtig nutzen: Sparrate, Rendite und Steuer realistisch kalkulieren. Ehrliche Anleitung auf Deutsch und Italienisch.

Alessandra Massaro

Alessandra Massaro

Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO

Aktualisiert am 10. Juli 2026

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Ein Altersvorsorgedepot Rechner schätzt Ihr Kapital zum Rentenbeginn aus vier Werten: monatliche Sparrate, Laufzeit, erwartete Rendite und Kosten. Rechnen Sie mit realistischen fünf bis sechs Prozent Rendite, ziehen Sie Inflation und Steuer ab und prüfen Sie mehrere Szenarien.

Was ein Altersvorsorgedepot Rechner tut und was nicht

Viele meiner Kundinnen und Kunden fragen mich, ob ihre Sparrate für die Rente reicht. Ein Altersvorsorgedepot Rechner ist genau dafür da: Er nimmt Ihre monatliche Einzahlung, die Laufzeit bis zum Rentenbeginn und eine angenommene Rendite und rechnet daraus das voraussichtliche Endkapital hoch. Das Ergebnis gibt Ihnen ein Gefühl dafür, ob Ihr Sparplan auf Kurs liegt oder ob eine Lücke droht.

Wichtig ist, was ein solcher Rechner nicht kann. Er sagt Ihnen keine sichere Zahl voraus, denn kein Mensch kennt die Börsenrendite der nächsten dreißig Jahre. Er rechnet mit einer Annahme, und die Qualität des Ergebnisses hängt vollständig davon ab, wie realistisch diese Annahme ist. Wer mit acht Prozent Rendite rechnet, bekommt schöne Zahlen, die im echten Leben oft nicht eintreten.

Gerade für italienische Familien in Deutschland ist das ein Thema, weil viele die gesetzliche Rente aus zwei Ländern beziehen werden und den privaten Teil eigenständig aufbauen müssen. Ein Rechner hilft, diese private Säule greifbar zu machen. Er ersetzt aber keine Beratung, sondern bereitet sie vor.

Schritt 1 und 2: Sparrate und Laufzeit festlegen

Der erste Wert ist Ihre monatliche Sparrate. Seien Sie hier ehrlich zu sich selbst. Eine Rate, die Sie im ersten Monat begeistert einzahlen, aber schon im dritten Monat nicht mehr aufbringen können, verfälscht jede Rechnung. Realistisch sind für viele Angestellte in NRW zwischen 100 und 300 Euro monatlich, oft mit der Option, die Rate später zu erhöhen.

Der zweite Wert ist die Laufzeit, also die Jahre bis zu Ihrem geplanten Rentenbeginn. Dieser Wert ist mächtiger, als die meisten denken. Wer mit dreißig Jahren anfängt und bis siebenundsechzig spart, hat siebenunddreißig Jahre Zeit, in denen der Zinseszins arbeitet. Wer erst mit fünfzig beginnt, hat nur noch siebzehn Jahre und muss deutlich mehr einzahlen, um dasselbe Ziel zu erreichen.

Ein einfaches Beispiel aus meiner Praxis: 200 Euro monatlich über 35 Jahre bei fünf Prozent Rendite ergeben rund 227.000 Euro. Dieselben 200 Euro über nur 17 Jahre ergeben knapp 62.000 Euro. Der Unterschied entsteht fast vollständig durch die Zeit, nicht durch mehr Einzahlung. Deshalb sage ich immer: Der beste Zeitpunkt zum Starten war gestern, der zweitbeste ist heute.

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Schritt 3: Die Rendite realistisch ansetzen

Die Rendite ist die heikelste Stellschraube im ganzen Rechner. Ein breit gestreutes Aktiendepot, etwa auf Basis eines weltweiten ETF, hat historisch im langfristigen Durchschnitt zwischen sechs und acht Prozent pro Jahr erzielt, allerdings mit starken Schwankungen. Für eine seriöse Planung rechne ich lieber vorsichtig mit fünf bis sechs Prozent vor Kosten.

Warum vorsichtig? Weil es leichter ist, positiv überrascht zu werden, als eine zu optimistische Planung im Alter zu korrigieren. Wenn Ihr Depot am Ende besser läuft, freuen Sie sich. Wenn Sie aber mit acht Prozent geplant haben und nur fünf herauskommen, fehlt Ihnen ein erheblicher Betrag genau dann, wenn Sie ihn brauchen.

Rechnen Sie am besten mehrere Szenarien durch. Ein vorsichtiges mit vier Prozent, ein mittleres mit sechs Prozent und ein optimistisches mit acht Prozent. So sehen Sie eine Bandbreite statt einer Scheingenauigkeit. Genau diese Bandbreite bespreche ich mit meinen Kundinnen und Kunden, damit niemand mit falschen Erwartungen in die Zukunft plant.

  • Vorsichtig: vier Prozent Rendite, für die sichere Untergrenze
  • Mittel: sechs Prozent Rendite, realistischer langfristiger Erwartungswert
  • Optimistisch: acht Prozent Rendite, nur als oberer Rahmen, nicht als Plan
  • Immer die Kosten des Produkts von der Bruttorendite abziehen

Schritt 4: Kosten und Inflation nicht vergessen

Zwei Faktoren machen viele schöne Rechnungen kaputt, wenn man sie ignoriert: Kosten und Inflation. Jedes Anlageprodukt kostet Geld. Ein günstiger ETF-Sparplan liegt bei rund 0,2 Prozent laufenden Kosten im Jahr, eine klassische fondsgebundene Police kann deutlich teurer sein. Diese Kosten schmälern Ihre Rendite jedes einzelne Jahr, und über Jahrzehnte summiert sich das zu einem großen Betrag.

Die Inflation ist der zweite stille Faktor. 227.000 Euro in 35 Jahren klingen nach viel, aber ihre Kaufkraft entspricht bei zwei Prozent Inflation nur etwa 113.000 Euro von heute. Ein guter Rechner erlaubt es Ihnen, real, also inflationsbereinigt, zu rechnen. Nutzen Sie diese Funktion, sonst überschätzen Sie Ihr späteres Vermögen systematisch.

Mein ehrlicher Rat: Achten Sie mehr auf die Kosten als auf die versprochene Rendite. Die Rendite kann niemand garantieren, die Kosten aber stehen von Anfang an fest und sind das Einzige, was Sie sicher kontrollieren können. Ein teures Produkt muss deutlich besser laufen, nur um ein günstiges einzuholen.

Zu kompliziert? Ich erkläre es Ihnen in Ruhe, Schritt für Schritt. Ganz ohne Fachchinesisch.

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Schritt 5 und 6: Steuer und gesetzliche Rente einbeziehen

Auf Kapitalerträge aus einem normalen Wertpapierdepot fällt in Deutschland Abgeltungsteuer an, aktuell 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen gelten andere, oft günstigere Regeln, wenn bestimmte Bedingungen zu Laufzeit und Auszahlungsalter erfüllt sind. Ein guter Rechner sollte diese Steuerlast zumindest grob berücksichtigen.

Für italienische Familien kommt eine Besonderheit hinzu. Wer im Laufe des Lebens in Italien und in Deutschland gearbeitet hat, sammelt Rentenansprüche in beiden Systemen. Diese lassen sich dank europäischer Regelungen zusammenrechnen, aber die spätere Auszahlung und ihre Besteuerung hängen davon ab, wo Sie im Ruhestand wohnen. Das gehört in eine ehrliche Gesamtrechnung hinein.

Ziehen Sie darum von Ihrem Vorsorgeziel zuerst ab, was Sie voraussichtlich aus der gesetzlichen Rente beider Länder erhalten. Erst die verbleibende Lücke müssen Sie privat schließen. Viele überschätzen diese Lücke aus Angst oder unterschätzen sie aus Bequemlichkeit. Eine nüchterne Kalkulation schützt vor beiden Fehlern.

Schritt 7: Das Ergebnis richtig lesen und handeln

Wenn der Rechner Ihnen eine Zahl ausgibt, ist der wichtigste Schritt, sie in eine monatliche Rente umzurechnen. Als grobe Faustregel können Sie im Ruhestand jährlich etwa drei bis vier Prozent Ihres Kapitals entnehmen, ohne es zu schnell aufzubrauchen. Aus 200.000 Euro werden so ungefähr 500 bis 650 Euro monatlich, zusätzlich zur gesetzlichen Rente.

Vergleichen Sie diese Zahl mit Ihrem heutigen Lebensstandard. Reicht die Summe, um Ihre Fixkosten im Alter zu decken? Falls nicht, haben Sie jetzt drei Hebel: früher anfangen, mehr sparen oder länger arbeiten. Der Rechner zeigt Ihnen sofort, wie stark jeder dieser Hebel wirkt, wenn Sie die Werte verändern.

Genau an diesem Punkt lohnt sich ein Gespräch. Ein Rechner sagt Ihnen, wie viel Sie brauchen. Er sagt Ihnen nicht, welches konkrete Produkt zu Ihrer Situation, Ihrem Risikoprofil und Ihrer Familienplanung passt. Diesen letzten Schritt gehe ich gemeinsam mit meinen Kundinnen und Kunden, auf Deutsch und auf Italienisch.

Wollen Sie wissen, was Sie konkret zahlen? Ich rechne es für Sie aus, unverbindlich.

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Fazit

Ein Altersvorsorgedepot Rechner ist ein starkes Werkzeug, wenn Sie ihn ehrlich füttern: realistische Sparrate, konservative Rendite von fünf bis sechs Prozent, abgezogene Kosten, berücksichtigte Inflation und Steuer sowie die bereits vorhandene gesetzliche Rente aus beiden Ländern. Rechnen Sie immer mehrere Szenarien, nie nur das schönste. Wenn Sie Ihre persönliche Zahl kennen, aber unsicher sind, welches Produkt dazu passt, sprechen Sie mich an. Die Erstberatung ist kostenlos und findet auf Deutsch oder Italienisch statt. Sie erreichen mich über massaroversicherungen.com.

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Häufige Fragen

Mit welcher Rendite sollte ich im Altersvorsorgedepot Rechner rechnen?

Für eine seriöse Planung rechne ich mit fünf bis sechs Prozent vor Kosten. Höhere Werte sind langfristig möglich, aber nicht sicher. Wer mit acht Prozent plant und nur fünf erreicht, hat im Alter eine echte Lücke. Rechnen Sie lieber vorsichtig und lassen Sie sich positiv überraschen.

Warum ist die Laufzeit im Rechner so wichtig?

Weil der Zinseszins mit der Zeit exponentiell wirkt. 200 Euro monatlich über 35 Jahre bei fünf Prozent ergeben rund 227.000 Euro, dieselbe Rate über 17 Jahre nur etwa 62.000 Euro. Die Zeit ist der stärkste Hebel, deshalb ist ein früher Start wichtiger als eine hohe Rate.

Berücksichtigt der Rechner die Inflation?

Nicht jeder. Achten Sie darauf, ob Sie real, also inflationsbereinigt, rechnen können. Ohne diese Funktion überschätzen Sie Ihr späteres Vermögen. 227.000 Euro in 35 Jahren haben bei zwei Prozent Inflation nur die Kaufkraft von etwa 113.000 Euro von heute.

Was bedeutet mein Ergebnis für die monatliche Rente?

Als grobe Faustregel können Sie jährlich drei bis vier Prozent des Kapitals entnehmen. Aus 200.000 Euro werden so etwa 500 bis 650 Euro pro Monat, zusätzlich zur gesetzlichen Rente. Reicht das nicht, hilft nur früher anfangen, mehr sparen oder länger arbeiten.

Gilt die Rechnung auch, wenn ich in Italien und Deutschland gearbeitet habe?

Ja, aber ergänzen Sie sie um beide Rentenansprüche. Dank europäischer Regelungen lassen sich Zeiten aus beiden Ländern zusammenrechnen. Von Ihrem Vorsorgeziel ziehen Sie zuerst die erwartete gesetzliche Rente beider Systeme ab und schließen dann die verbleibende Lücke privat.

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