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Versicherungsmakler-Gebühren: Wer bezahlt was und warum?

Versicherungsmakler-Gebühren 2026: Wer zahlt die Courtage? Was steht im Beratungsprotokoll? Wann lohnt sich ein Honorarberater? Klare Antworten von Maklerin Massaro.

Alessandra Massaro

Alessandra Massaro

Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO

Aktualisiert am 26. Mai 2026

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Versicherungsmaklerin Alessandra Massaro: Beratung mit Transparenz

Kurze Antwort

Versicherungsmakler nach § 34d GewO werden in Deutschland in der Regel durch die Versicherer bezahlt (Courtage), nicht durch den Kunden. Die Courtage ist bereits im Versicherungsbeitrag eingerechnet — du zahlst nicht mehr, wenn du über einen Makler abschließt. Honorarberater hingegen erstellen ein Gutachten gegen Stundenhonorar (typisch 80 bis 250 € pro Stunde) und vermitteln Nettotarife ohne Courtage.

Die 3 Modelle in der Versicherungsvermittlung

In Deutschland gibt es drei klar getrennte Vermittlungsmodelle. Wer den Unterschied versteht, weiß auch, wer wie verdient — und wie unabhängig die Beratung wirklich ist.

ModellWer zahlt?BindungRechtsgrundlage
VersicherungsmaklerVersicherer (Courtage)Unabhängig, vertritt Kundeninteresse§ 34d Abs. 1 GewO
VersicherungsvertreterVersicherer (Provision)Gebunden an 1 oder mehrere Versicherer§ 34d Abs. 1 GewO
HonorarberaterKunde (Honorar)Unabhängig, keine Courtage§ 34d Abs. 2 GewO

Massaro Versicherungen arbeitet als Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO — das bedeutet: unabhängig, im Auftrag des Kunden, vergütet durch Courtage der Versicherer.

Wie genau läuft die Courtage-Vergütung?

Wenn du einen Vertrag über einen Versicherungsmakler abschließt, zahlt der Versicherer dem Makler eine Courtage — also einen Anteil deines Beitrags. Diese Courtage ist schon im Tarif einkalkuliert, egal ob du den Vertrag direkt online oder über einen Makler abschließt.

Konkret: Wenn du eine Privathaftpflicht-Police bei der Haftpflichtkasse Darmstadt abschließt, zahlst du etwa 60 € pro Jahr — egal ob direkt online oder via Makler. Der Makler bekommt davon eine Courtage von ca. 14 % (also etwa 8 € pro Jahr). Diese Marge ist Teil des Tarifs.

Wichtig: Das Provisionsabgabeverbot (§ 48b VAG) verbietet es Maklern, ihre Courtage an den Kunden weiterzugeben. Hintergrund: Sonst gäbe es Wettbewerb über Rabatte statt über Beratungsqualität.

Was bringt mir ein Makler konkret?

Wenn die Vergütung die gleiche ist, warum dann nicht einfach direkt online abschließen? Die Antwort liegt in vier Punkten:

  1. Marktbreite: Vergleichsportale zeigen meist 8 bis 12 Versicherer. Ein Makler vergleicht über 80. Das entscheidet bei Spezialfällen (Vorerkrankungen, Bauberufe, italienische Vorversicherung, alte Fahrzeuge, Hochrisiko-Berufe).
  2. Bedingungs-Vergleich: Portale vergleichen vor allem Preise. Der Makler vergleicht die Bedingungen — wer zahlt bei grober Fahrlässigkeit? Wie wird Unterversicherung behandelt? Gibt es Wartezeit? Bei einem Schaden machen diese Klauseln den Unterschied von hunderten oder tausenden Euro aus.
  3. Schadenbegleitung: Wenn etwas passiert, ist der Makler dein Anwalt gegenüber dem Versicherer. Er kennt die Prozesse, weiß wo Versicherer kürzen wollen, und sorgt dafür, dass du ohne Stress dein Geld bekommst.
  4. Beratungsprotokoll und Haftung: Der Makler ist gesetzlich verpflichtet, seine Beratung zu dokumentieren (IDD-Beratungsprotokoll). Stellt sich später raus, dass eine wichtige Lücke nicht abgedeckt war, haftet der Makler — mit einer Vermögensschadenhaftpflicht über mindestens 1,3 Mio. € pro Schaden.

Wann lohnt sich ein Honorarberater statt eines Maklers?

Honorarberater werden vom Kunden bezahlt (typisch 80 bis 250 € pro Stunde) und vermitteln Nettotarife ohne Courtage. Dieser Weg lohnt sich in zwei Fällen:

  • Hohe Vertragssummen: Bei großen privaten Renten- oder Lebensversicherungen über 100.000 € Vertragsvolumen kann die eingesparte Courtage über die Laufzeit höher sein als das Honorar. Beispiel: Bei 250.000 € Lebensversicherung über 30 Jahre kann die Courtage 7.000 bis 12.000 € betragen — ein Honorarberater berechnet 1.500 bis 3.000 €.
  • Reines Gutachten: Wer nur einen unabhängigen Blick auf seine bestehenden Verträge sucht (z.B. Schenkungs- oder Erbschaftssituationen) und nichts neu vermittelt haben will.

Für die meisten klassischen Versicherungen (KFZ, Haftpflicht, Hausrat, Berufsunfähigkeit unter 1.000 € Monatsrente, GKV-Wechselberatung) ist der Makler-Weg deutlich günstiger und einfacher.

Wie erkenne ich einen seriösen Versicherungsmakler?

Es gibt einige klare Kriterien:

  • Eintrag im Vermittlerregister: Jede Maklerin und jeder Makler muss im öffentlichen Register des DIHK eingetragen sein. Prüf das auf www.vermittlerregister.info. Die Registrierungsnummer hat das Format D-XXXX-XXXXX-XX.
  • Sachkundenachweis IHK: Pflicht ist die Prüfung 'Geprüfte Versicherungsfachfrau IHK' oder eine gleichwertige Qualifikation.
  • Vermögensschadenhaftpflicht: Pflicht-Versicherung über mindestens 1,3 Mio. € pro Schaden, 1,9 Mio. € pro Jahr. Diese schützt dich bei Beratungsfehlern.
  • IDD-Weiterbildung: Mindestens 15 Stunden pro Jahr verpflichtende Weiterbildung. Vor der Erstberatung muss dir die Maklerin eine Erstinformation aushändigen.
  • Beratungsprotokoll: Jede Beratung wird schriftlich dokumentiert. Du bekommst eine Kopie. Wenn ein Makler darauf verzichten will, ist das ein Warnsignal.
  • Transparenz über Courtage: Auf Anfrage muss der Makler dir die Vergütungsstruktur offenlegen.

Maklerauftrag: Was unterschreibe ich konkret?

Wenn du einen Makler beauftragst, unterschreibst du einen Maklerauftrag (Maklermandant). Dieser regelt:

  • Welche Sparten der Makler für dich betreut
  • Vollmacht zur Korrespondenz mit Versicherern in deinem Namen
  • Datenschutz und Schweigepflicht
  • Kündigungsmodalitäten (jederzeit ohne Frist möglich)

Der Maklerauftrag ist kostenfrei und kann jederzeit ohne Begründung gekündigt werden. Er bindet dich nicht an einen einzigen Vertrag oder Versicherer.

Was kostet eine Beratung bei Massaro Versicherungen?

Die Erstberatung ist kostenfrei und unverbindlich. Wenn du nach der Beratung einen Vertrag abschließt, zahlst du den gleichen Beitrag wie bei einem Direktabschluss — die Courtage ist im Tarif eingerechnet und wird vom Versicherer an mich ausgezahlt. Wenn du keinen Vertrag abschließt, zahlst du gar nichts.

Beratung wird auf Italienisch oder Deutsch angeboten — persönlich in Köln, per Video oder per WhatsApp. Die Beratung ist unverbindlich und absichern transparent: Du erhältst vor jeder Empfehlung das Beratungsprotokoll mit allen geprüften Alternativen.

Lerne mich kennen — Erstberatung kostenfrei

Unverbindlich, transparent, auf Italienisch oder Deutsch. Keine versteckten Kosten, keine Drucktechniken. Wenn ich nicht helfen kann, sage ich es ehrlich.

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Häufige Fragen

Muss ich einen Versicherungsmakler bezahlen?

Nein. Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO werden in der Regel durch die Versicherer bezahlt (Courtage). Die Courtage ist bereits im Tarif eingerechnet, egal ob du direkt oder via Makler abschließt.

Was ist der Unterschied zwischen Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter?

Der Makler arbeitet im Auftrag des Kunden und vergleicht den Markt. Der Vertreter ist an 1 oder mehrere Versicherungsgesellschaften gebunden und verkauft nur deren Produkte. Beide werden über Provision/Courtage bezahlt.

Was kostet ein Honorarberater?

Honorarberater berechnen 80 bis 250 € pro Stunde oder ein Pauschalhonorar. Sie vermitteln Nettotarife ohne Courtage. Lohnt sich bei großen Vertragsvolumen über 100.000 €.

Wo prüfe ich, ob ein Makler seriös ist?

Im öffentlichen Vermittlerregister des DIHK auf www.vermittlerregister.info. Jede Maklerin muss dort mit ihrer Registrierungsnummer (Format D-XXXX-XXXXX-XX) und der zuständigen IHK eingetragen sein.

Kann ich den Maklerauftrag jederzeit kündigen?

Ja, jederzeit ohne Frist und ohne Begründung. Bestehende Verträge laufen normal weiter, nur die Betreuung durch den Makler endet.

Was passiert, wenn der Makler einen Beratungsfehler macht?

Der Makler haftet mit seiner Vermögensschadenhaftpflicht über mindestens 1,3 Mio. € pro Schaden. Bei einem nachweisbaren Beratungsfehler kannst du Schadensersatz fordern.

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Quellen und weiterführende Informationen