Private Krankenversicherung für Beamte: Beihilfe, Kosten und Tarife einfach erklärt
PKV für Beamte einfach erklärt: Beihilfe, Restkostentarif, Kosten und Beispiele 2026. Beratung auf Deutsch und Italienisch in Köln und ganz NRW.

Alessandra Massaro
Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO
Aktualisiert am 18. Juli 2026
Eintrag im Vermittlerregister einsehen →Kurze Antwort
Beamte zahlen ihre Krankenkosten nicht allein. Der Dienstherr übernimmt über die Beihilfe meist 50 bis 80 Prozent. Den Rest deckt eine private Krankenversicherung im sogenannten Restkostentarif. Dieser Tarif ist deutlich günstiger als eine normale PKV, oft schon ab rund 100 Euro im Monat.
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Warum Beamte fast immer privat versichert sind
Beamte haben in Deutschland eine Sonderstellung. Ihr Arbeitgeber heißt Dienstherr. Das ist zum Beispiel das Land NRW, eine Stadt oder der Bund.
Dieser Dienstherr zahlt keinen Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Kasse. Stattdessen zahlt er die Beihilfe. Beihilfe heißt: Der Dienstherr übernimmt direkt einen großen Teil Ihrer Arztrechnungen.
Genau deshalb lohnt sich für Beamte fast immer die private Krankenversicherung. Sie müssen ja nur den kleinen Rest absichern.
In der gesetzlichen Kasse wäre es anders. Dort müssten Sie den vollen Beitrag allein tragen. Das ist für die meisten Beamten deutlich teurer.
Was ist die Beihilfe genau?
Die Beihilfe ist eine Art Kostenerstattung vom Dienstherrn. Sie gehen zum Arzt, bekommen eine Rechnung und reichen sie ein. Ein Teil kommt zurück.
Wie hoch dieser Teil ist, hängt von Ihrer Situation ab. Diese Werte sind in den meisten Bundesländern üblich:
- Beamter ohne Kinder: rund 50 Prozent
- Beamter mit zwei oder mehr Kindern: rund 70 Prozent
- Ehepartner ohne eigenes hohes Einkommen: rund 70 Prozent
- Kinder: rund 80 Prozent
- Pensionäre im Ruhestand: rund 70 Prozent
Achtung: Jedes Bundesland hat eigene Regeln. Bayern, NRW und der Bund rechnen zum Teil unterschiedlich. Prüfen Sie deshalb immer Ihre eigene Beihilfeverordnung.
Den Teil, den die Beihilfe nicht zahlt, nennt man Restkosten. Und genau dafür brauchen Sie eine private Versicherung.
Nicht sicher, was für Sie passt? Fragen Sie einfach. Kostenlos und auf Italienisch oder Deutsch.
Kostenlos fragenDer Restkostentarif: Ihr Baustein zur Beihilfe
Ein Restkostentarif ist ein PKV Tarif, der genau die Lücke schließt. Er passt sich Ihrem Beihilfesatz an.
Ein einfaches Beispiel: Ihre Beihilfe zahlt 50 Prozent. Dann brauchen Sie einen Tarif über 50 Prozent. Bekommen Sie 70 Prozent Beihilfe, reicht ein Tarif über 30 Prozent.
Weil Sie nur einen Teil absichern, ist der Beitrag niedrig. Das ist der große Vorteil für Beamte gegenüber Angestellten in der PKV.
Wichtig ist der richtige Prozentsatz. Wählen Sie zu wenig, bleiben Sie auf Kosten sitzen. Wählen Sie zu viel, zahlen Sie umsonst. Bei einer Beförderung oder Geburt eines Kindes ändert sich Ihr Beihilfesatz. Der Tarif muss dann angepasst werden.
Was kostet die PKV für Beamte 2026?
Der Beitrag hängt vor allem vom Eintrittsalter und vom Gesundheitszustand ab. Je jünger Sie starten, desto günstiger bleibt es dauerhaft.
Diese Werte sind realistische Größenordnungen für einen guten Restkostentarif inklusive Pflegepflichtversicherung. Es sind Beispiele, keine festen Preise:
| Situation | Beihilfe | Beitrag pro Monat |
|---|---|---|
| Anwärter, 22 Jahre | 50 bis 70 Prozent | rund 60 bis 110 Euro |
| Beamter, 30 Jahre | 50 Prozent | rund 200 bis 300 Euro |
| Beamter, 45 Jahre | 50 Prozent | rund 300 bis 450 Euro |
| Kind | 80 Prozent | rund 30 bis 60 Euro |
Die Spanne ist groß, weil die Leistungen sehr unterschiedlich sind. Ein Tarif mit Einbettzimmer und Chefarzt kostet mehr als ein einfacher Grundschutz.
Vergleichen Sie deshalb nie nur den Preis. Schauen Sie immer auf die Leistungen dahinter. Eine unabhängige Beratung hilft, hier den Überblick zu behalten.
Zu kompliziert? Ich erkläre es Ihnen in Ruhe, Schritt für Schritt. Ganz ohne Fachchinesisch.
Beratung anfragenBeamtenanwärter: Der beste Zeitpunkt zum Einstieg
Als Anwärter oder Referendar sind Sie in der Ausbildung zum Beamten. Auch Sie bekommen schon Beihilfe.
Für Anwärter gibt es besondere Tarife. Sie sind stark vergünstigt und kosten oft nur einen kleinen zweistelligen Betrag im Monat.
Der größte Vorteil kommt aber später. Viele Versicherer bieten eine Öffnungsaktion oder eine Optionsklausel an. Das bedeutet: Ihr Gesundheitszustand wird nur einmal am Anfang geprüft. Werden Sie später krank, können Sie trotzdem in den normalen Tarif wechseln.
Wer jung und gesund einsteigt, sichert sich also gute Konditionen für das ganze Leben. Warten kann später teuer werden oder sogar zu einer Ablehnung führen.
Worauf Sie bei der Tarifwahl achten sollten
Ein PKV Vertrag begleitet Sie oft Jahrzehnte. Ein Wechsel später ist möglich, aber selten einfach. Prüfen Sie deshalb diese Punkte:
- Passt der Prozentsatz exakt zu Ihrem Beihilfeanspruch?
- Gibt es einen Beihilfeergänzungstarif? Er schließt Lücken, die die Beihilfe nicht zahlt, zum Beispiel bei Zahnersatz.
- Werden Heilpraktiker, Brillen und Psychotherapie erstattet?
- Wie hoch ist der Selbstbehalt? Das ist der Betrag, den Sie pro Jahr selbst tragen.
- Wie stabil waren die Beiträge des Anbieters in den letzten Jahren?
- Gilt der Schutz auch bei einem Umzug in ein anderes Bundesland?
Denken Sie auch an Ihre Familie. Ehepartner und Kinder haben oft einen eigenen Beihilfeanspruch und brauchen eigene Verträge.
Weil jedes Bundesland andere Regeln hat, ist eine persönliche Prüfung sinnvoll. Wir schauen uns Ihre Beihilfeverordnung an und rechnen Ihre Situation konkret durch. Vereinbaren Sie einfach ein unverbindliches Gespräch.
Für italienische Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst beraten wir auch komplett auf Italienisch. So verstehen Sie jeden Punkt Ihres Vertrags wirklich, ohne Sprachbarriere.
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Häufige Fragen
Können Beamte auch in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben?
Was passiert mit der PKV in der Pension?
Sind Kinder von Beamten mitversichert?
Was ist ein Beihilfeergänzungstarif?
Kann ich als Beamter die PKV wechseln?
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