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Sterbegeldversicherung: Bestattungskosten absichern, Angehörige entlasten

Sterbegeldversicherung im Überblick: Bestattung kostet in Deutschland 5.000 bis 8.000 €. Wann sich die Police lohnt, was Beitrag und Wartezeit bedeuten und wann Sparen die bessere Wahl ist.

Alessandra Massaro

Alessandra Massaro

Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO

Aktualisiert am 01. Juni 2026

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Sterbegeldversicherung: Bestattungskosten in Deutschland absichern

Kurze Antwort

Eine Sterbegeldversicherung ist eine kleine Kapitallebensversicherung, die im Todesfall eine feste Summe von meist 5.000 bis 10.000 € auszahlt. Damit decken die Angehörigen die Bestattungskosten, ohne selbst dafür aufkommen zu müssen. Das gesetzliche Sterbegeld wurde 2004 abgeschafft, deshalb tragen Familien diese Kosten heute allein. Sinnvoll ist die Police vor allem für Menschen ohne ausreichende Rücklagen. Wer genug gespart hat, kann die Bestattung auch selbst finanzieren.

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung ist eine kleine Kapitallebensversicherung, die ganz auf einen Zweck ausgerichtet ist: die Kosten der eigenen Bestattung abzusichern. Versichert wird eine feste Summe, üblicherweise zwischen 5.000 und 10.000 €. Stirbt die versicherte Person, zahlt der Versicherer diese Summe an die Angehörigen oder an eine vorher benannte Person aus.

Anders als eine Risikolebensversicherung läuft die Sterbegeldversicherung lebenslang und die Auszahlung steht fest. Sie ersetzt das frühere staatliche Sterbegeld, das es bis 2004 von der gesetzlichen Krankenkasse gab. Seitdem müssen Familien die komplette Bestattung aus eigener Tasche bezahlen. Genau diese Lücke soll die Police schließen.

Was kostet eine Bestattung in Deutschland?

Viele unterschätzen, wie teuer eine Beerdigung ist. Je nach Region, Bestattungsart und Anspruch summieren sich die Kosten schnell auf 5.000 bis über 8.000 €. So setzen sich die typischen Posten zusammen:

KostenpostenTypischer Betrag
Bestatter (Sarg, Überführung, Organisation)2.000 bis 4.000 €
Grabstelle und Friedhofsgebühren1.000 bis 3.000 €
Grabstein und Bepflanzung1.000 bis 2.500 €
Trauerfeier (Raum, Blumen, Redner)500 bis 1.500 €
Gesamtkosten typisch5.000 bis 8.000 € und mehr

Eine Feuerbestattung ist oft etwas günstiger, eine aufwendige Erdbestattung mit Wahlgrab deutlich teurer. Wichtig: Diese Summe wird kurz nach dem Todesfall fällig, also genau dann, wenn die Familie ohnehin belastet ist.

Wie hoch ist der Beitrag und was bedeutet die Wartezeit?

Der Beitrag richtet sich vor allem nach dem Eintrittsalter und der gewünschten Versicherungssumme. Je später man einsteigt, desto teurer wird die Police, weil die Auszahlung statistisch näher rückt. Eine grobe Orientierung für eine Summe von 8.000 €:

EintrittsalterMonatsbeitrag (Richtwert)
50 Jahrerund 25 bis 35 €
60 Jahrerund 35 bis 50 €
70 Jahrerund 55 bis 80 €
80 Jahrerund 90 € und mehr

Fast alle Tarife arbeiten mit einer Wartezeit, meist zwischen 6 und 36 Monaten. Stirbt die versicherte Person innerhalb dieser Frist durch Krankheit, zahlt der Versicherer in der Regel nur die bereits eingezahlten Beiträge zurück, nicht die volle Summe. Bei einem Unfall greift der Schutz dagegen meist sofort. Manche Anbieter verzichten gegen Gesundheitsfragen auf die Wartezeit, andere bieten eine gestaffelte Leistung, die in den ersten Jahren anwächst.

Sterbegeldversicherung sinnvoll oder nicht? Ein ehrlicher Blick

Hier ist Ehrlichkeit gefragt, denn die Sterbegeldversicherung ist nicht für jeden die beste Wahl. Sie hat einen klaren Vorteil und einen ebenso klaren Nachteil.

Der Vorteil: Die Police entlastet die Angehörigen von einer großen finanziellen und organisatorischen Last in einem ohnehin schweren Moment. Wer keine ausreichenden Rücklagen hat, sichert so eine würdige Bestattung, ohne dass Kinder oder Partner einspringen müssen. Auch der Gesundheitszustand spielt oft kaum eine Rolle, viele Tarife sind ohne aufwendige Prüfung abschließbar.

Der Nachteil: Über eine lange Laufzeit kann ein später Einsteiger am Ende mehr Beiträge einzahlen, als am Schluss ausgezahlt wird. Wer mit 75 abschließt und 95 Jahre alt wird, hat dann unter Umständen mehr bezahlt als die versicherte Summe. Wer diszipliniert spart und genug Vermögen hat, fährt mit einem zweckgebundenen Sparkonto oft günstiger.

Faustregel: Sinnvoll ist die Sterbegeldversicherung vor allem für Menschen ohne ausreichende Ersparnisse, die ihren Angehörigen die Kosten sicher abnehmen wollen. Wer bereits 8.000 bis 10.000 € sicher zurücklegen kann, braucht sie nicht zwingend.

Worauf Sie beim Vergleich achten sollten

Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale weisen seit Jahren auf große Unterschiede zwischen den Tarifen hin. Diese Punkte entscheiden im Vergleich:

  • Wartezeit: kurz oder gar keine Wartezeit ist besser. Achten Sie darauf, was bei Tod durch Krankheit innerhalb der Frist passiert.
  • Beitragszahldauer: Manche Tarife enden mit einem bestimmten Alter, etwa 85, und sind danach beitragsfrei. Das schützt vor Übersparen.
  • Gesamtkosten: Rechnen Sie hoch, wie viel Sie bis zur statistischen Lebenserwartung einzahlen, und vergleichen Sie das mit der Versicherungssumme.
  • Verwendung der Summe: Achten Sie darauf, dass das Geld frei verfügbar ist und nicht an einen bestimmten Bestatter gebunden wird.
  • Überschussbeteiligung: Bei manchen Tarifen wächst die Summe durch Überschüsse, was die Inflation teilweise ausgleicht.

Besonders wichtig für italienische Familien in Deutschland

Für viele italienische Familien in Deutschland kommt ein Thema dazu, das in Standardtarifen oft fehlt: die Rückführung ins Heimatland. Soll der Verstorbene in Italien bestattet werden, entstehen Kosten für Überführung, Dokumente und die Bestattung vor Ort. Diese können die typischen deutschen Bestattungskosten deutlich übersteigen.

Hier lohnt es sich, die Versicherungssumme entsprechend höher zu wählen oder einen Tarif mit Überführungsbaustein zu prüfen. Als Versicherungsmaklerin nach § 34d GewO berate ich auf Italienisch und Deutsch und erkläre genau, welcher Tarif zur Familiensituation passt, ob die Bestattung in Deutschland oder in Italien geplant ist und ob in Ihrem Fall Sparen oder Versichern die klügere Lösung ist.

Bestattungskosten richtig absichern

Ich prüfe ehrlich, ob eine Sterbegeldversicherung in Ihrem Fall passt oder ob Sparen sinnvoller ist. Erstberatung kostenfrei, auf Italienisch oder Deutsch.

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Häufige Fragen

Ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Sie ist vor allem für Menschen ohne ausreichende Rücklagen sinnvoll, die ihren Angehörigen die Bestattungskosten von 5.000 bis 8.000 € sicher abnehmen wollen. Wer genug gespart hat, kann die Bestattung auch selbst finanzieren und braucht die Police nicht zwingend.

Wie hoch sind die Bestattungskosten in Deutschland?

Eine Bestattung kostet in Deutschland typisch zwischen 5.000 und über 8.000 €. Darin enthalten sind der Bestatter, die Grabstelle und Friedhofsgebühren, Grabstein sowie die Trauerfeier. Eine aufwendige Erdbestattung kann deutlich teurer ausfallen.

Was bedeutet die Wartezeit bei der Sterbegeldversicherung?

Die Wartezeit liegt meist zwischen 6 und 36 Monaten. Stirbt die versicherte Person in dieser Zeit durch Krankheit, werden in der Regel nur die eingezahlten Beiträge zurückgezahlt, nicht die volle Summe. Bei einem Unfall greift der Schutz meist sofort.

Was kostet eine Sterbegeldversicherung im Monat?

Der Beitrag hängt vom Eintrittsalter und der Summe ab. Für 8.000 € zahlt man mit 50 Jahren rund 25 bis 35 €, mit 60 Jahren rund 35 bis 50 € und mit 70 Jahren rund 55 bis 80 € pro Monat. Je später der Einstieg, desto höher der Beitrag.

Gibt es eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit?

Ja. Einige Anbieter verzichten gegen Gesundheitsfragen auf die Wartezeit, dann greift der volle Schutz sofort. Andere bieten eine gestaffelte Leistung, die in den ersten Jahren anwächst. Ein Vergleich der Bedingungen lohnt sich hier besonders.

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Quellen und weiterführende Informationen