PKV

Studentische Krankenversicherung: Kosten, Regeln und die richtige Wahl im Studium

Studentische Krankenversicherung einfach erklärt: Kosten pro Monat, Familienversicherung, Grenze 30 Jahre und wann die private Kasse besser passt.

Alessandra Massaro

Alessandra Massaro

Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO

Aktualisiert am 18. Juli 2026

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Die studentische Krankenversicherung ist ein günstiger Sondertarif der gesetzlichen Kassen. Er gilt bis zum Ende des 14. Fachsemesters oder bis zum 30. Geburtstag. Der Beitrag liegt je nach Kasse bei rund 130 bis 155 Euro im Monat, inklusive Pflegeversicherung. Wer jünger als 25 ist, bleibt oft kostenlos familienversichert.

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Was ist die studentische Krankenversicherung?

In Deutschland muss jeder Mensch krankenversichert sein. Das gilt auch für Studenten. Damit ein Studium bezahlbar bleibt, gibt es einen eigenen, sehr günstigen Tarif der gesetzlichen Krankenkassen. Er heißt studentische Krankenversicherung, kurz KVdS.

Der Tarif ist deutlich billiger als eine normale gesetzliche Versicherung. Der Grund: Der Beitrag richtet sich nicht nach Ihrem Einkommen. Er ist für alle Studenten gleich hoch. Nur der Zusatzbeitrag der jeweiligen Kasse ist unterschiedlich.

Ohne Nachweis über die Krankenversicherung können Sie sich an keiner deutschen Hochschule einschreiben. Die Universität fragt den Status elektronisch bei Ihrer Kasse ab. Sie brauchen also zuerst die Versicherung, dann die Immatrikulation.

Wichtig für internationale Studierende: Auch wer aus Italien oder einem anderen EU-Land kommt, braucht diesen Nachweis. Eine europäische Karte, also die EHIC, reicht für die Einschreibung meistens nicht aus.

Wer bekommt den Studententarif und wie lange?

Der günstige Tarif ist an klare Grenzen gebunden. Zwei Regeln sind entscheidend, und es zählt immer die, die zuerst erreicht wird.

  • Altersgrenze: Der Tarif endet mit dem Ende des Semesters, in dem Sie 30 Jahre alt werden.
  • Semestergrenze: Er endet außerdem nach dem 14. Fachsemester, also nach sieben Studienjahren.
  • Nebenjob: Sie dürfen arbeiten, aber das Studium muss Ihre Hauptbeschäftigung bleiben. Als Faustregel gelten 20 Stunden pro Woche in der Vorlesungszeit.
  • Studienform: Der Tarif gilt für ein ordentliches Vollzeitstudium. Reine Fernstudien ohne Präsenz oder berufsbegleitende Studiengänge sind oft ausgeschlossen.

Es gibt Ausnahmen von der 30 Jahre Grenze. Wer wegen Kindererziehung, Krankheit, Pflege von Angehörigen oder einem verspäteten Zugang zur Hochschule später studiert, kann den Tarif länger behalten. Das prüft die Kasse im Einzelfall und braucht Nachweise.

Wenn die Grenze erreicht ist, fallen Sie nicht aus der Versicherung. Sie wechseln automatisch in die freiwillige gesetzliche Versicherung. Dort steigt der Beitrag deutlich, oft auf rund 230 bis 280 Euro im Monat.

Nicht sicher, was für Sie passt? Fragen Sie einfach. Kostenlos und auf Italienisch oder Deutsch.

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Was kostet die studentische Krankenversicherung 2026?

Der Beitrag setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Krankenversicherungsbeitrag, dem Zusatzbeitrag der Kasse und dem Beitrag zur Pflegeversicherung. Die Werte unterscheiden sich je nach Kasse und persönlicher Situation.

SituationBeitrag pro Monat (Richtwert 2026)
Familienversichert bei den Eltern, unter 250 Euro
Studentische Krankenversicherung, mit Kindrund 130 bis 140 Euro
Studentische Krankenversicherung, kinderlos ab 23rund 140 bis 155 Euro
Freiwillig gesetzlich nach dem 30. Geburtstagrund 230 bis 280 Euro

Kinderlose Studierende ab 23 Jahren zahlen einen Zuschlag in der Pflegeversicherung. Das sind derzeit einige Euro im Monat mehr. Wer Kinder hat, zahlt weniger.

Der Zusatzbeitrag ist der einzige Hebel, an dem Sie drehen können. Er liegt je nach Kasse etwa zwischen 1,7 und 3,5 Prozent. Zwischen der günstigsten und der teuersten Kasse liegen so schnell 20 Euro im Monat. Das sind über ein Studium hinweg mehrere hundert Euro.

Achten Sie aber nicht nur auf den Preis. Manche Kassen zahlen zusätzliche Leistungen, etwa Zuschüsse für Zahnreinigung, Osteopathie oder Impfungen für Auslandssemester. Diese Angaben sind Richtwerte, die genaue Höhe nennt Ihnen Ihre Kasse verbindlich.

Familienversicherung: wann Sie gar nichts zahlen

Die günstigste Variante ist keine eigene Versicherung, sondern die Familienversicherung. Dabei sind Sie über ein Elternteil mitversichert und zahlen keinen eigenen Beitrag.

Das funktioniert unter diesen Bedingungen:

  • Sie sind jünger als 25 Jahre.
  • Ein Elternteil ist gesetzlich krankenversichert, nicht privat.
  • Ihr eigenes Einkommen bleibt unter der Grenze, aktuell rund 550 Euro im Monat.
  • Bei einem Minijob gilt eine etwas höhere Grenze, nämlich die Minijob Grenze von rund 600 Euro.

Wer Wehrdienst oder einen Freiwilligendienst geleistet hat, darf die Familienversicherung um diese Zeit verlängern. Das sind meist bis zu zwölf Monate extra.

Ein häufiger Fehler: Studierende nehmen im Sommer einen gut bezahlten Ferienjob an und überschreiten die Einkommensgrenze. Dann fordert die Kasse Beiträge nach. Kurzfristige Beschäftigungen, also maximal drei Monate im Jahr, sind hier oft unschädlich. Klären Sie das vorher mit Ihrer Kasse.

Sind die Eltern privat versichert, funktioniert die Familienversicherung nicht. Dann können Sie meist wählen zwischen der studentischen Kasse und einem eigenen Vertrag in der privaten Krankenversicherung. Diese Entscheidung sollten Sie in Ruhe durchrechnen.

Zu kompliziert? Ich erkläre es Ihnen in Ruhe, Schritt für Schritt. Ganz ohne Fachchinesisch.

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Gesetzlich oder privat? Die Befreiung ist endgültig

Zu Studienbeginn dürfen Sie sich einmalig von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen. Damit wechseln Sie in die private Krankenversicherung, kurz PKV. Diese Entscheidung ist streng.

Sie müssen den Antrag innerhalb von drei Monaten nach der Immatrikulation stellen. Und Sie können sie nicht zurücknehmen. Die Befreiung gilt für das gesamte Studium, auch wenn Sie den Studiengang wechseln oder die Hochschule verlassen.

Wann kann die private Versicherung sinnvoll sein? Zum Beispiel, wenn Sie über die Eltern in einem privaten Vertrag günstig mitlaufen. Oder wenn Sie später ohnehin verbeamtet werden oder als Arzt oder Zahnarzt arbeiten wollen. Junge, gesunde Studenten bekommen dort oft niedrige Beiträge und gute Leistungen.

Und wann eher nicht? Wenn Sie planen, später als normaler Angestellter zu arbeiten. Der Rückweg in die gesetzliche Kasse ist als Angestellter zwar möglich, aber an Bedingungen geknüpft. Auch wenn Sie später eine Familie planen, ist zu bedenken: In der privaten Versicherung kostet jedes Kind einen eigenen Beitrag, in der gesetzlichen sind Kinder oft beitragsfrei mitversichert.

Das ist keine Entscheidung, die man an einem Nachmittag online treffen sollte. Lassen Sie sich vorher beraten und rechnen Sie beide Wege durch. Ich nehme mir dafür Zeit und erkläre die Unterschiede auch auf Italienisch, damit italienische Studierende in Deutschland wirklich verstehen, was sie unterschreiben.

Sonderfälle: über 30, Ausland und Semesterferien

Studium über 30 Jahre: Sie bleiben versichert, zahlen aber den freiwilligen Beitrag. Manche privaten Versicherer bieten hier günstige Tarife für ältere Studierende an. Ein Vergleich lohnt sich, weil der Unterschied leicht 100 Euro im Monat ausmachen kann.

Studierende aus Italien und der EU: Wer aus einem EU-Land kommt, kann sich mit einer EHIC oft von der deutschen Versicherungspflicht befreien lassen. Für die Einschreibung brauchen Sie dann eine Bestätigung einer deutschen Kasse. Achtung: Die EHIC deckt nur akut notwendige Behandlungen ab, keine geplanten. Wer dauerhaft in Deutschland lebt und arbeitet, fährt mit einer deutschen Kasse meist besser.

Auslandssemester: Die gesetzliche Kasse zahlt innerhalb der EU über die EHIC. Außerhalb Europas, etwa in den USA, brauchen Sie eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung. Die kostet oft nur wenige Euro im Monat und deckt auch den Rücktransport nach Hause.

Nach dem Abschluss: Der Studententarif endet mit der Exmatrikulation. Danach greift der Status als Arbeitnehmer, als Selbstständiger oder als Arbeitsuchender. Melden Sie den Wechsel aktiv bei Ihrer Kasse, sonst entstehen Beitragslücken.

Wenn Sie unsicher sind, welcher dieser Fälle auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit uns über das Kontaktformular. Wir schauen uns Ihre Situation konkret an, bevor Sie etwas unterschreiben.

Wollen Sie wissen, was Sie konkret zahlen? Ich rechne es für Sie aus, unverbindlich.

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Fazit: erst prüfen, dann entscheiden

Die studentische Krankenversicherung ist ein fairer Tarif, der die meisten Studierenden gut absichert. Solange Sie unter 25 sind und wenig verdienen, ist die Familienversicherung die günstigste Lösung. Danach zahlen Sie rund 130 bis 155 Euro im Monat.

Zwei Punkte verdienen echte Aufmerksamkeit. Erstens der Zusatzbeitrag Ihrer Kasse, denn hier sparen Sie ohne Leistungsverlust. Zweitens die Befreiung zugunsten der privaten Versicherung, denn diese Entscheidung begleitet Sie durch das ganze Studium.

Alle Zahlen in diesem Text sind Richtwerte für 2026. Die verbindliche Auskunft gibt Ihnen immer Ihre Krankenkasse. Für eine unabhängige Einschätzung, welcher Weg zu Ihrer Lebensplanung passt, melden Sie sich gern. Die Beratung ist auf Deutsch und auf Italienisch möglich.

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Häufige Fragen

Wie viel kostet die studentische Krankenversicherung im Monat?

Der Beitrag liegt 2026 je nach Krankenkasse bei rund 130 bis 155 Euro im Monat, inklusive Pflegeversicherung. Kinderlose Studierende ab 23 Jahren zahlen einen kleinen Zuschlag. Der Unterschied zwischen den Kassen entsteht durch den Zusatzbeitrag. Die verbindliche Höhe nennt Ihnen Ihre Kasse.

Bis wann gilt der Studententarif?

Der Tarif gilt bis zum Ende des Semesters, in dem Sie 30 Jahre alt werden, längstens aber bis zum Ende des 14. Fachsemesters. Es zählt die Grenze, die zuerst erreicht wird. Bei Kindererziehung, Krankheit oder Pflege von Angehörigen sind Verlängerungen möglich.

Wann bin ich als Student kostenlos bei den Eltern mitversichert?

Wenn Sie jünger als 25 Jahre sind, ein Elternteil gesetzlich versichert ist und Ihr Einkommen unter der Grenze von rund 550 Euro im Monat bleibt. Bei einem Minijob gilt die Minijob Grenze. Wehrdienst oder Freiwilligendienst verlängern diesen Zeitraum um bis zu zwölf Monate.

Wie viel darf ich neben dem Studium arbeiten?

Das Studium muss Ihre Hauptbeschäftigung bleiben. Als Faustregel gelten 20 Stunden pro Woche während der Vorlesungszeit. In den Semesterferien und bei Nachtarbeit gibt es Ausnahmen. Wer dauerhaft mehr arbeitet, wird als Arbeitnehmer eingestuft und zahlt höhere Beiträge.

Kann ich als Student in die private Krankenversicherung wechseln?

Ja, aber nur einmalig innerhalb von drei Monaten nach der Immatrikulation. Diese Befreiung von der Versicherungspflicht gilt dann für das gesamte Studium und lässt sich nicht widerrufen. Rechnen Sie beide Wege vorher durch und lassen Sie sich beraten.

Was gilt für italienische Studierende in Deutschland?

Wer aus Italien kommt, kann sich mit der europäischen Karte EHIC oft befreien lassen, braucht für die Einschreibung aber eine Bestätigung einer deutschen Kasse. Die EHIC deckt nur akut notwendige Behandlungen. Wer länger in Deutschland lebt und arbeitet, fährt mit einer deutschen Kasse meist besser.

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Quellen und weiterführende Informationen