Ausbildungsversicherung: sinnvoll oder gibt es bessere Alternativen für Ihre Kinder?
Lohnt sich die Ausbildungsversicherung wirklich? Alessandra Massaro erklärt ehrlich die Alternativen, z.B. fondsgebundene Policen, für Familien in Deutschland.

Alessandra Massaro
Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO
Aktualisiert am 18. Juni 2026
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Die klassische Ausbildungsversicherung lohnt sich in den meisten Fällen nicht, weil Kosten und garantierte Rendite in einem schlechten Verhältnis stehen. Fondsgebundene Alternativen wie Baloise Best Invest bieten bei vergleichbarem Beitrag deutlich mehr Kapitalaufbau und bleiben flexibel.
Was ist eine Ausbildungsversicherung eigentlich?
Ihr Kind ist gerade auf der Welt, oder vielleicht erst wenige Jahre alt. Und schon denken Sie daran, wie Sie in 15 oder 18 Jahren Studium, Ausbildung oder den ersten Schritt ins Berufsleben mitfinanzieren können. Das ist keine Kleinigkeit. Viele Eltern, gerade in italienischen Familien mit einem starken Sinn für familiäre Absicherung, greifen dabei zur klassischen Ausbildungsversicherung. Ob das wirklich die beste Wahl ist, schauen wir uns gemeinsam an.
Eine Ausbildungsversicherung ist im Kern eine Kapitallebensversicherung, die auf einen bestimmten Zeitpunkt ausgerichtet ist, meistens auf das 18. oder 21. Lebensjahr des Kindes. Sie zahlen über viele Jahre monatliche Beiträge, und am Ende erhalten Sie eine garantierte Summe ausgezahlt, die die Ausbildung oder das Studium finanzieren soll. Klingt solide. Das Prinzip ist verständlich, und der Gedanke dahinter ist ehrenwert.
Was viele Eltern beim Abschluss nicht genau wissen: Ein erheblicher Teil der frühen Beiträge fließt nicht in Ihr Sparkapital, sondern in Abschlusskosten, Verwaltungsgebühren und den Todesfallschutz. Dieser Kostenblock zu Beginn der Laufzeit drückt die effektive Rendite auf ein sehr niedriges Niveau. Bei einer klassischen, verzinsten Ausbildungsversicherung mit dem derzeit geltenden Garantiezins, der seit Jahren auf einem historisch niedrigen Stand liegt, ist die reale Kaufkraft der Auszahlung nach 18 Jahren oft enttäuschend.
Wann lohnt sie sich, und wann nicht?
Es gibt einen Aspekt der klassischen Ausbildungsversicherung, der tatsächlich sinnvoll ist: die Beitragsbefreiung im Todesfall eines Elternteils. Wenn der beitragsleistende Elternteil stirbt, läuft der Vertrag weiter, und das Kind erhält trotzdem die vereinbarte Summe. Das ist ein echter Vorteil, den man nicht kleinreden sollte. Für Familien, die keinen separaten Todesfallschutz haben, kann dieser Baustein relevant sein.
Aber für den reinen Vermögensaufbau, also für das Ziel, in 15 bis 20 Jahren möglichst viel Kapital für die Ausbildung des Kindes zur Verfügung zu haben, ist die klassische Ausbildungsversicherung in den meisten Fällen nicht das geeignete Werkzeug. Die Kombination aus niedrigem Garantiezins, hohen Kosten in der Anfangsphase und fehlender Flexibilität bei vorzeitigem Ausstieg macht sie für diesen Zweck schwach.
Mein Rat als unabhängige Vermittlerin: Trennen Sie die Ziele. Todesfallschutz für Eltern kann über eine separate, günstige Risikolebensversicherung abgedeckt werden. Den Vermögensaufbau für das Kind regeln Sie besser mit einem Produkt, das tatsächlich auf Rendite ausgerichtet ist.
Die fondsgebundene Alternative: was steckt dahinter?
Eine fondsgebundene Kindervorsorge, manchmal auch als fondsgebundene Ausbildungsversicherung bezeichnet, funktioniert nach demselben Grundprinzip: Sie zahlen monatliche Beiträge über viele Jahre. Der entscheidende Unterschied liegt darin, wo Ihr Geld zwischenzeitlich arbeitet. Statt in einem klassischen Deckungsstock mit Garantiezins wird es in Investmentfonds angelegt, oft in breit gestreute ETFs oder aktiv gemanagte Fonds.
Das bedeutet: mehr Renditechance bei höherer Schwankung. Wer 15 bis 18 Jahre Zeit hat, kann diese Schwankungen aussitzen. Die Geschichte der Kapitalmärkte zeigt, dass breite Aktienindizes über solche langen Zeiträume positiv tendieren, auch wenn keine Garantie für die Zukunft gegeben werden kann. Für Eltern, die heute anfangen zu sparen, ist der Zeithorizont meistens lang genug, um kurzfristige Markteinbrüche zu überbrücken.
Zusätzlich bieten viele fondsgebundene Policen einen wichtigen steuerlichen Vorteil: Wenn der Vertrag mindestens 12 Jahre läuft und die Auszahlung erst nach dem 62. Lebensjahr erfolgt, gilt das sogenannte Halbeinkünfteverfahren. Bei einer Kindervorsorge, die auf das 18. Lebensjahr ausgerichtet ist, greift dieser Vorteil oft nicht direkt, da die Auszahlung zu früh erfolgt. Aber wenn das Produkt flexibel genug ist und die Eltern es auf sich selbst abschließen oder die Laufzeit entsprechend wählen, kann er genutzt werden. Das sollte man im Einzelfall durchrechnen.
Baloise Best Invest: ein konkretes Beispiel aus der Praxis
Ein Produkt, das ich in meiner Beratung häufig einsetze, wenn es um Kindervorsorge mit Renditefokus geht, ist Baloise Best Invest. Die Baloise ist ein solider europäischer Versicherer mit langer Geschichte, und Best Invest ist ihr fondsgebundenes Vorsorgeprodukt mit einer vergleichsweise transparenten Kostenstruktur und einer breiten Fondsauswahl.
Was Best Invest in der Praxis interessant macht: Sie können die Fondsstrategie im Laufe der Jahre anpassen. Wenn das Kind noch klein ist und der Zeithorizont lang ist, kann ein höherer Aktienanteil gewählt werden. Je näher die Auszahlung rückt, lässt sich die Strategie in ruhigere Fonds umschichten, um Gewinne zu sichern. Diese Flexibilität fehlt bei klassischen Ausbildungsversicherungen fast vollständig.
Natürlich hat auch Best Invest Kosten, das hat jedes Versicherungsprodukt. Der Vergleich mit einem reinen ETF-Sparplan zugunsten der Police liegt in der Steuerbehandlung der Erträge während der Laufzeit: In der Police wachsen Fondserträge ohne laufende Abgeltungsteuer, beim direkten ETF-Sparplan fällt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent auf ausgeschüttete oder realisierte Gewinne an. Ob das im Einzelfall den Kostenunterschied rechtfertigt, hängt von Beitragshöhe, Laufzeit und persönlicher Steuersituation ab, und genau das schauen wir uns in der Beratung gemeinsam an.
ETF-Sparplan als dritte Option: wann er sinnvoll ist
Ein ETF-Sparplan auf den Namen des Kindes oder der Eltern ist eine weitere, sehr legitime Möglichkeit. Die Kosten sind niedrig, die Anlage ist transparent, und das angesparte Kapital ist jederzeit verfügbar. Das ist ein echter Vorteil gegenüber Versicherungslösungen, die bei vorzeitiger Kündigung oft erhebliche Verluste bedeuten.
Der Nachteil: Auf Kursgewinne und Dividenden fällt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent an. Dazu kommt, dass ein ETF-Sparplan keinen Todesfallschutz enthält, und bei einem Depot auf den Namen des Kindes muss man die Auswirkungen auf spätere Bafög-Ansprüche im Blick haben, da Vermögen des Kindes angerechnet wird. Das sind keine Killer-Argumente gegen den ETF-Sparplan, aber Details, die man kennen sollte.
Für viele Familien ist eine Kombination sinnvoll: eine günstige Risikolebensversicherung auf die Eltern als Todesfallschutz, und daneben entweder ein fondsgebundenes Versicherungsprodukt oder ein ETF-Sparplan für den Vermögensaufbau, je nach Steuersituation und gewünschter Flexibilität.
- Niedrige laufende Kosten im ETF-Sparplan
- Abgeltungsteuer 25 Prozent auf realisierte Gewinne
- Kein eingebauter Todesfallschutz
- Flexible Entnahme jederzeit möglich
- Vermögen des Kindes kann Bafög beeinflussen
- Kombination mit Risikolebensversicherung oft empfehlenswert
Was bedeutet das für italienische Familien in Deutschland?
Viele meiner Klientinnen und Klienten kommen aus Italien oder haben italienische Wurzeln. Das Thema Familienabsicherung liegt uns kulturell am Herzen, das merke ich in jedem Gespräch. Gleichzeitig ist das deutsche Versicherungs- und Steuersystem komplex, und nicht alle Informationen sind auf Italienisch leicht zugänglich.
Genau hier sehe ich meinen Beitrag. Ich berate auf Deutsch und auf Italienisch, erkläre die Produkte ohne Fachchinesisch und ohne versteckten Verkaufsdruck. Es gibt keinen Grund, etwas abzuschließen, das nicht zu Ihrer Situation passt, nur weil ein Begriff wie "Ausbildungsversicherung" vertrauenswürdig klingt.
Die Frage ist nie: welches Produkt ist generell das beste? Die Frage ist immer: was passt zu Ihrer Familie, Ihrem Einkommen, Ihrem Steuerstatus und Ihren Zielen? Das besprechen wir gemeinsam, auf Wunsch auf Italienisch, kostenlos und unverbindlich.
Kurzer Vergleich: die drei Hauptoptionen auf einen Blick
Damit Sie einen strukturierten Überblick haben, fasse ich die drei häufigsten Wege kurz zusammen. Keine davon ist für jeden falsch oder für jeden richtig. Es kommt auf die Gesamtsituation an.
Die klassische Ausbildungsversicherung bietet Planungssicherheit und Todesfallschutz, hat aber in der Regel niedrige Rendite und hohe Anfangskosten. Die fondsgebundene Lösung wie Baloise Best Invest verbindet Renditechance mit Todesfallschutz und steuerlichem Wachstum ohne laufende Abgeltungsteuer, hat aber ebenfalls Versicherungskosten und ist weniger flexibel als ein reines Depot. Der ETF-Sparplan ist kostengünstig und flexibel, bietet keinen eingebauten Schutz und ist steuerlich weniger effizient im Wachstum.
Wer unter 100 Euro im Monat anlegen möchte und maximale Flexibilität braucht, ist mit einem ETF-Sparplan oft besser bedient. Wer 150 Euro oder mehr im Monat über mindestens 15 Jahre anlegen kann und dabei auch Todesfallschutz integrieren möchte, sollte eine fondsgebundene Police ernsthaft prüfen. Die klassische Ausbildungsversicherung würde ich in den meisten Fällen nicht empfehlen.
- Klassische Ausbildungsversicherung: Sicherheit, aber niedrige Rendite
- Fondsgebundene Police (z.B. Baloise Best Invest): Rendite und Schutz kombiniert
- ETF-Sparplan: maximale Flexibilität, aber ohne Todesfallschutz und mit Abgeltungsteuer
Fazit
Wenn Sie für Ihr Kind langfristig Kapital aufbauen möchten, lohnt es sich, die verschiedenen Wege genau zu vergleichen, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, der 18 Jahre läuft. Eine falsche Entscheidung heute kostet am Ende Tausende von Euro an verschenkter Rendite oder unnötigen Kosten. Ich helfe Ihnen dabei, die richtige Lösung für Ihre Familie zu finden, ohne Druck, ohne Standardangebote. Vereinbaren Sie ein kostenloses Gespräch auf Deutsch oder auf Italienisch unter www.massaroversicherungen.com. Der erste Schritt kostet Sie nichts.
Persönliche Beratung auf Italienisch oder Deutsch
Jetzt Kontakt aufnehmenHäufige Fragen
Lohnt sich eine klassische Ausbildungsversicherung noch?
Was ist der Unterschied zwischen fondsgebundener Ausbildungsversicherung und ETF-Sparplan?
Kann ich die Beratung auf Italienisch erhalten?
Was ist Baloise Best Invest, und für wen ist es geeignet?
Welche steuerlichen Vorteile hat eine fondsgebundene Police gegenüber einem ETF-Sparplan?
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