VORSORGE

Geld anlegen für Kinder: Welche Geldanlage 2026 wirklich lohnt

Sparbuch, Tagesgeld, ETF-Sparplan oder Fondspolice: So legen Eltern Geld für ihr Kind an. Renditen, Kosten und Schutz im ehrlichen Vergleich plus Rechenbeispiel über 18 Jahre.

Alessandra Massaro

Alessandra Massaro

Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO

Aktualisiert am 01. Juni 2026

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Geld anlegen für Kinder: Sparoptionen im Vergleich für Eltern

Kurze Antwort

Für den langfristigen Vermögensaufbau über 18 Jahre schlagen Aktien und ETF das Sparbuch deutlich. Ein ETF-Sparplan im Junior-Depot bietet die höchste reine Rendite bei niedrigen Kosten. Eine Fondspolice wie Best Invest Kids kostet etwas mehr, bringt aber flexible Entnahme, steuerliche Vorteile und eine Beitragsbefreiung, falls den Eltern etwas zustößt. Das Sparbuch verliert nach Inflation an Wert.

Warum Sparbuch und Tagesgeld langfristig verlieren

Viele Eltern und Großeltern eröffnen reflexartig ein Sparbuch, wenn ein Kind geboren wird. Das ist gut gemeint, aber für den langfristigen Vermögensaufbau die schwächste Wahl. Die Zinsen auf Sparbuch und Tagesgeld liegen meist unter der Inflation. Das bedeutet: Das angesparte Geld wird zwar nominal mehr, die Kaufkraft schrumpft aber Jahr für Jahr.

Ein einfaches Beispiel: Bei 1 Prozent Zinsen und 3 Prozent Inflation verliert das Ersparte real rund 2 Prozent pro Jahr an Wert. Über 18 Jahre summiert sich dieser stille Verlust spürbar. Sicherheit hat also ihren Preis, und beim Sparen für ein Kind mit sehr langem Anlagehorizont ist genau diese maximale Sicherheit am teuersten.

Tagesgeld und Sparbuch eignen sich gut als kurzfristiger Notgroschen oder für Anschaffungen in den nächsten ein bis zwei Jahren. Für den 18 Jahre langen Aufbau eines echten Startkapitals sind sie nicht das richtige Werkzeug.

ETF-Sparplan im Junior-Depot: die renditestärkste Lösung

Wer für ein Kind langfristig Vermögen aufbauen will, kommt an Aktien kaum vorbei. Am einfachsten gelingt das mit einem ETF-Sparplan in einem Junior-Depot. Ein ETF bildet einen breiten Aktienindex wie den MSCI World ab und streut das Geld über tausende Unternehmen weltweit. Über lange Zeiträume hat der breite Aktienmarkt historisch rund 6 bis 8 Prozent pro Jahr gebracht.

Das Junior-Depot läuft auf den Namen des Kindes. Die Eltern verwalten es treuhänderisch, bis das Kind volljährig ist. Genau hier liegt aber auch der wichtigste Punkt, den viele übersehen: Mit Vollendung des 18. Lebensjahres gehört das Kapital dem Kind allein. Es kann frei darüber verfügen, ob für die Ausbildung oder für ein Auto. Das ist Vor- und Nachteil zugleich.

Die Kosten sind der große Vorteil des ETF-Depots. Gute Anbieter verlangen für den Sparplan keine Ordergebühr, die ETF selbst kosten oft nur 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr. Für die reine Rendite gibt es kaum eine günstigere Lösung. Wer maximale Flexibilität und minimale Kosten sucht und keinen Zusatzschutz braucht, ist mit dem ETF-Sparplan im Junior-Depot bestens bedient.

Fondspolice wie Best Invest Kids: Rendite plus Schutz

Eine Fondspolice ist im Kern eine Geldanlage in Fonds und ETF, verpackt in einen Versicherungsmantel. Beim Produkt Best Invest Kids von Helvetia und Baloise wird das Geld ebenfalls am Aktienmarkt angelegt, die laufenden Kosten liegen bei rund 0,7 bis 0,8 Prozent pro Jahr. Das ist mehr als beim reinen ETF-Depot, dafür bringt der Versicherungsmantel echte Vorteile.

  • Beitragsbefreiung: Sterben die Eltern, übernimmt der Versicherer die weiteren Beiträge. Das Kind bekommt am Ende trotzdem das volle vereinbarte Kapital. Diesen Schutz gibt es bei keinem ETF-Depot.
  • Steuerlicher Vorteil: Innerhalb der Police laufen Umschichtungen steuerfrei. Bei späterer Auszahlung greift unter bestimmten Bedingungen das günstige Halbeinkünfteverfahren.
  • Flexible Entnahme: Die Police erlaubt Teilentnahmen und passt die Beiträge an die Lebenssituation an. Die Eltern behalten die Kontrolle, anders als beim Junior-Depot, das mit 18 komplett auf das Kind übergeht.
  • Automatik: Sparrate, Anlage und Rebalancing laufen automatisch. Das nimmt Eltern die laufende Pflege ab.

Ehrlich gesagt: Für die reine Rendite ist das ETF-Depot günstiger. Best Invest Kids kauft sich seinen Mehrwert über den Schutz, die Automatik und den steuerlichen Mantel. Wer Wert auf Absicherung der Familie und Planbarkeit legt, bekommt mit der Police mehr als nur eine Geldanlage.

Sparoptionen im direkten Vergleich

OptionRenditeFlexibilitätKostenSchutz
Sparbuch / Tagesgeldsehr niedrig, real oft Verlustjederzeit verfügbarkeineEinlagensicherung, kein Familienschutz
ETF-Sparplan / Junior-Depothoch, ca. 6 bis 8 Prozent p.a.hoch, Kapital gehört dem Kind ab 18sehr niedrig, ca. 0,1 bis 0,2 Prozent p.a.kein Zusatzschutz
Fondspolice / Best Invest Kidshoch, marktnah nach Kostenflexibel, Teilentnahme möglichca. 0,7 bis 0,8 Prozent p.a.Beitragsbefreiung bei Tod der Eltern

Die Tabelle zeigt das Muster klar: Das Sparbuch ist sicher, aber renditeschwach. Das ETF-Depot bietet die beste reine Rendite zum kleinsten Preis, ohne Schutz. Die Fondspolice kostet etwas mehr und ergänzt die Rendite um Absicherung, Steuerrahmen und Automatik. Welche Lösung passt, hängt davon ab, wie wichtig Eltern der Familienschutz und die Kontrolle über das Kapital sind.

Rechenbeispiel: Zinseszins über 18 Jahre

Der wichtigste Verbündete beim Sparen für Kinder ist die Zeit. Über 18 Jahre wirkt der Zinseszins kräftig. Wir rechnen mit 100 € pro Monat und einer angenommenen Rendite von 6 Prozent pro Jahr nach Kosten:

PostenBetrag
Eigene Einzahlung (100 € × 12 × 18 Jahre)21.600 €
Depotwert mit 18 (bei ca. 6 Prozent p.a.)rund 38.000 bis 39.000 €
Davon reiner Zinseszins-Gewinnrund 16.000 bis 17.000 €

Aus 21.600 € eigener Einzahlung wird also fast das Doppelte. Mehr als ein Drittel des Endbetrags stammt allein aus dem Zinseszins. Genau deshalb zählt jedes Jahr: Wer mit der Geburt startet, hat 18 volle Jahre. Wer fünf Jahre wartet, verschenkt einen großen Teil des Effekts.

Als kleine Ergänzung kommt ab 2027 die staatliche Frühstart-Rente hinzu. Der Staat zahlt dann 10 € pro Monat in ein Altersvorsorge-Depot für jedes Kind zwischen 6 und 18 Jahren. Das ist ein netter Anstoß, aber bis zur Rente gesperrt und steht für den Lebensstart mit 18 nicht zur Verfügung. Die private Vorsorge ersetzt das also nicht, sie ergänzt sich gut damit.

Welche Geldanlage passt zu welchen Eltern?

  1. Maximale Rendite, volle Eigenregie: Wer sich mit ETF wohlfühlt, niedrige Kosten priorisiert und damit lebt, dass das Kind mit 18 frei verfügt, fährt mit dem ETF-Sparplan im Junior-Depot am besten.
  2. Rendite plus Familienschutz: Wer das Risiko absichern will, dass den Eltern etwas zustößt, und Wert auf Automatik und Steuerrahmen legt, ist mit einer Fondspolice wie Best Invest Kids gut beraten.
  3. Sicherheit für kurze Fristen: Für Geld, das in ein bis zwei Jahren gebraucht wird, bleiben Tagesgeld und Sparbuch sinnvoll. Für 18 Jahre Aufbau sind sie die falsche Wahl.
  4. Früh starten und kombinieren: Oft ist die beste Lösung eine Kombination. Die staatliche Frühstart-Rente legt das Rentenkapital an, die private Police oder das Depot schaffen das flexible Startkapital für den Lebensstart mit 18.

Bei langfristiger Kindervorsorge lohnt sich ein unabhängiger Blick. Als Versicherungsmaklerin nach § 34d GewO vergleicht Alessandra Massaro den Markt und erklärt verständlich auf Italienisch und Deutsch, welche Lösung wirklich zur Familie passt.

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Häufige Fragen

Wie lege ich am besten Geld für mein Kind an?

Für den langfristigen Aufbau über viele Jahre eignen sich Aktien am besten, etwa über einen ETF-Sparplan im Junior-Depot oder eine Fondspolice. Das Sparbuch verliert nach Inflation an Wert und ist nur für kurzfristige Beträge sinnvoll.

Ist ein ETF-Sparplan oder eine Fondspolice besser für mein Kind?

Der ETF-Sparplan ist günstiger und bringt die höchste reine Rendite. Eine Fondspolice wie Best Invest Kids kostet etwas mehr, bietet dafür flexible Entnahme, steuerliche Vorteile und eine Beitragsbefreiung, falls den Eltern etwas zustößt.

Wem gehört das Geld im Kinderdepot?

Bei einem Junior-Depot läuft das Konto auf den Namen des Kindes. Die Eltern verwalten es treuhänderisch, mit Vollendung des 18. Lebensjahres gehört das Kapital aber dem Kind allein und es kann frei darüber verfügen.

Wie viel sollte ich monatlich für mein Kind sparen?

Schon 25 bis 50 € pro Monat bauen über 18 Jahre ein spürbares Kapital auf. Bei 100 € im Monat und rund 6 Prozent Rendite entstehen über 18 Jahre etwa 38.000 €, davon stammt mehr als ein Drittel aus dem Zinseszins.

Ersetzt die staatliche Frühstart-Rente das private Sparen?

Nein. Die staatlichen 10 € pro Monat ab 2027 sind ein Anstoß, aber bis zur Rente gesperrt. Für flexibles Startkapital mit 18 braucht es eine private Vorsorge wie ein Junior-Depot oder eine Fondspolice.

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Quellen und weiterführende Informationen