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Grundfähigkeitsversicherung: für wen sie sinnvoll ist und für wen nicht

Grundfähigkeitsversicherung: 40 bis 60 Prozent günstiger als eine BU, aber die Psyche ist meist nicht versichert. Für wen sie die richtige Wahl ist, entscheiden Beruf, Krankenakte und Budget.

Alessandra Massaro

Alessandra Massaro

Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO

Aktualisiert am 13. September 2026

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Ja, für Menschen mit körperlichem Beruf und für alle, die keine bezahlbare BU mehr bekommen, ist die Grundfähigkeitsversicherung sinnvoll. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn eine versicherte Fähigkeit wie Gehen, Greifen, Sehen oder Autofahren verloren geht. Sie kostet oft 40 bis 60 Prozent weniger als eine BU. Ob sie bei Ihnen die richtige Wahl ist, steht aber in keinem Vergleichsrechner. Das entscheiden drei Dinge: Ihr Beruf, Ihre Krankenakte und die Frage, welche Fähigkeiten der einzelne Tarif wirklich versichert.

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Grundfähigkeitsversicherung oder doch BU: was passt zu Ihrem Beruf und Ihrer Akte?

Nennen Sie mir Beruf, Alter und was in Ihrer Krankenakte steht. Ich prüfe mit einer anonymen Voranfrage, ob eine BU für Sie noch bezahlbar ist oder ob die Grundfähigkeitsversicherung der klügere Weg ist. Ohne Spuren in Ihrer Akte, auf Deutsch oder Italienisch.

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Was die Grundfähigkeitsversicherung wirklich versichert

Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie eine im Vertrag definierte Grundfähigkeit verlieren. Gemeint sind Dinge, die im Alltag selbstverständlich wirken: Gehen, Treppensteigen, Stehen, Sitzen, der Gebrauch der Hände, Sehen, Hören, Sprechen. Viele Tarife versichern auch das Autofahren, also den Verlust der Fahrerlaubnis aus gesundheitlichen Gründen.

Der Verlust muss ärztlich festgestellt sein und voraussichtlich dauerhaft bestehen, je nach Tarif mindestens sechs oder zwölf Monate. Dann fließt die Rente. Und zwar unabhängig davon, ob Sie noch arbeiten können oder sogar weiter arbeiten. Das ist der erste große Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Es gibt keine Diskussion über Ihren Beruf, keine Prüfung, ob Sie theoretisch etwas anderes tun könnten. Die Fähigkeit ist weg, die Leistung kommt.

Der zweite Unterschied ist die Kehrseite, und die verschweigen viele Anbieter gern: Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt nicht schon deshalb, weil Sie nicht mehr arbeiten können. Wer wegen eines Burnouts zu Hause bleibt, aber noch gehen, greifen und sehen kann, bekommt aus der Basisform nichts. Die BU versichert Ihren Beruf. Die Grundfähigkeitsversicherung versichert Ihren Körper. Das ist keine Feinheit, das ist die ganze Entscheidung.

Die Psyche-Lücke: das ehrlichste Argument gegen die Grundfähigkeitsversicherung

Rund ein Drittel aller BU-Fälle in Deutschland geht auf psychische Erkrankungen zurück. Depression, Angststörung, Erschöpfung. Genau dieses Risiko deckt die Grundfähigkeitsversicherung in ihrer Basisform nicht ab, denn bei einer Depression gehen Gehen und Greifen nicht verloren.

Einige Tarife bieten einen Psyche-Baustein gegen Aufpreis an. Der leistet aber meist erst bei schwerer Ausprägung, etwa nach einem längeren Klinikaufenthalt, und ist damit deutlich enger gefasst als der Schutz einer BU. Wer in einem Beruf mit hoher psychischer Belastung arbeitet, etwa in der Pflege, als Lehrkraft oder in der Sozialarbeit, sollte deshalb zuerst alles versuchen, um eine BU zu bekommen. Die Grundfähigkeitsversicherung ist dort zweite Wahl.

Umgekehrt gilt: Wer körperlich arbeitet, trägt sein größtes Risiko in Rücken, Gelenken, Händen und Augen. Für einen Dachdecker, eine Reinigungskraft oder einen Küchenchef bildet die Grundfähigkeitsversicherung genau die Ausfälle ab, die den Lebensunterhalt bedrohen. Und sie tut das zu einem Bruchteil des BU-Beitrags, den ein körperlicher Beruf zahlen müsste.

Nicht sicher, was für Sie passt? Fragen Sie einfach. Kostenlos und auf Italienisch oder Deutsch.

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Für wen sinnvoll, für wen nicht: die Entscheidungstabelle

Ihre SituationWas in der Regel passt
Büroberuf, gesunde Akte, Budget vorhandenBU zuerst. Sie ist für Büroberufe bezahlbar und deckt auch die Psyche ab. Die Grundfähigkeitsversicherung wäre hier ein unnötiger Kompromiss.
Körperlicher Beruf, BU-Angebot zu teuerGrundfähigkeitsversicherung ernsthaft prüfen. Handwerk, Pflege, Bau und Gastronomie zahlen für die BU die höchsten Beiträge. Die Grundfähigkeitsrente kostet oft weniger als die Hälfte.
Vorerkrankungen, BU abgelehnt oder nur mit AusschlüssenGrundfähigkeitsversicherung mit anonymer Voranfrage testen. Die Gesundheitsfragen sind einfacher, viele Vorerkrankungen sind versicherbar, die auf dem BU-Antrag zum Problem wurden.
Hauptsorge psychische BelastungBU, notfalls mit reduzierter Rente. Die Grundfähigkeitsversicherung deckt die Psyche in der Basisform nicht ab, ein Baustein leistet nur bei schwerer Ausprägung.

Eine Kombination ist übrigens erlaubt und oft klug: eine kleinere BU-Rente, die bezahlbar bleibt, plus eine Grundfähigkeitsversicherung für die körperlichen Risiken. So deckt jeder Vertrag das ab, was er am besten kann.

Was sie kostet und worauf Sie im Tarif achten müssen

Die Beiträge liegen je nach Alter, Beruf und Rentenhöhe oft 40 bis 60 Prozent unter einer vergleichbaren BU, Einstiegstarife beginnen bei rund 15 Euro im Monat. Ein 30-jähriger Handwerker, der 1.000 Euro Monatsrente absichern will, zahlt für eine Grundfähigkeitsversicherung häufig einen zweistelligen Betrag, wo die BU dreistellig würde. Das sind Schätzspannen, keine Garantien: Den echten Preis ergibt erst die Voranfrage.

Wichtiger als der Preis ist das Kleingedruckte, denn die Tarife unterscheiden sich stark darin, wie sie den Verlust einer Fähigkeit definieren. Prüfen Sie vier Punkte, bevor Sie unterschreiben:

  • Welche Fähigkeiten sind versichert? Autofahren, Gebrauch einer einzelnen Hand oder feinmotorisches Greifen stehen nicht in jedem Katalog. Für viele Berufe sind genau diese Auslöser entscheidend.
  • Wie streng ist die Definition? "Kann keine 400 Meter gehen" ist eine andere Hürde als "kann nicht mehr ohne Hilfsmittel gehen". Hier trennen sich gute und billige Tarife.
  • Pflege-Baustein: Gute Tarife zahlen ab Pflegegrad 2 automatisch die volle Rente, ohne weitere Prüfung.
  • Nachversicherungsgarantie: Bei Heirat, Geburt oder Gehaltssprung soll die Rente ohne neue Gesundheitsprüfung steigen können.

Und der wichtigste Verfahrenstipp, derselbe wie bei der BU: Stellen Sie nie einen offiziellen Antrag ins Blaue. Eine anonyme Voranfrage bei mehreren Versicherern zeigt, wer Sie zu welchen Bedingungen nimmt, ohne dass eine Ablehnung in den Systemen gespeichert wird. Jede neue Diagnose in Ihrer Akte macht diese Prüfung schwieriger. Das ist der Grund, heute zu klären, was noch geht, und nicht nach dem nächsten Arzttermin.

Zu kompliziert? Ich erkläre es Ihnen in Ruhe, Schritt für Schritt. Ganz ohne Fachchinesisch.

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Per gli italiani in Germania: due righe in italiano

Molti italiani che vivono e lavorano in Germania fanno mestieri fisici: edilizia, gastronomia, pulizie, logistica, artigianato. Per questi lavori la Berufsunfähigkeitsversicherung (assicurazione di invalidità professionale) costa spesso troppo, e molti rinunciano a qualsiasi protezione. È l'errore più caro: senza contratto privato, chi non può più lavorare riceve dallo Stato tedesco poco o niente.

La Grundfähigkeitsversicherung (assicurazione delle capacità di base) è il piano B serio: paga una rendita mensile se perdi una capacità come camminare, afferrare, vedere o guidare, e costa molto meno della BU proprio per i mestieri fisici. Se vivi in Germania, guardiamo insieme in italiano cosa è ancora possibile con la tua cartella clinica, con una richiesta anonima che non lascia tracce.

Der Fahrplan: so entscheiden Sie in einer Woche

  • 1. Beruf und Akte ehrlich aufschreiben. Was tun Sie körperlich den ganzen Tag, und was steht in Ihrer Krankenakte der letzten fünf bis zehn Jahre?
  • 2. BU-Preis prüfen. Erst wenn die BU zu teuer ist oder an der Gesundheitsprüfung scheitert, ist die Grundfähigkeitsversicherung dran.
  • 3. Anonyme Voranfrage stellen. Mehrere Versicherer parallel, ohne Spuren in der Akte.
  • 4. Tarife am Katalog messen. Versicherte Fähigkeiten, Definitionen, Pflegegrad-Regel, Nachversicherungsgarantie.
  • 5. Rente realistisch wählen. Die Rente soll Miete und Fixkosten tragen. Lieber 800 Euro echte Absicherung als 1.500 Euro auf dem Papier, die das Budget nach zwei Jahren sprengen.

Wenn Sie diese fünf Schritte nicht allein gehen wollen: Genau dafür bin ich da. Die Voranfrage und der Tarifvergleich kosten Sie nichts, auf Deutsch oder Italienisch.

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BU zu teuer oder abgelehnt? Dann rechnen wir den Plan B durch

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Häufige Fragen

Für wen ist eine Grundfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Vor allem für Menschen mit körperlichem Beruf, für die eine BU sehr teuer ist, und für Menschen mit Vorerkrankungen, die keine BU mehr zu guten Bedingungen bekommen. Auch für Schüler und Menschen ohne Erwerbseinkommen ist sie oft leichter abzuschließen als eine BU.

Was ist besser: Grundfähigkeitsversicherung oder BU?

Die BU bietet den breiteren Schutz, weil sie den Beruf versichert und auch psychische Erkrankungen abdeckt. Wer eine bezahlbare BU bekommt, sollte sie nehmen. Die Grundfähigkeitsversicherung ist die richtige Wahl, wenn die BU am Preis oder an der Gesundheitsprüfung scheitert, oder als Ergänzung zu einer kleinen BU-Rente.

Was kostet eine Grundfähigkeitsversicherung im Monat?

Einstiegstarife beginnen bei rund 15 Euro im Monat. Realistisch zahlt ein gesunder 30-Jähriger für 1.000 Euro Monatsrente je nach Beruf und Tarif meist einen zweistelligen Betrag. Das ist oft 40 bis 60 Prozent weniger, als eine vergleichbare BU im selben Beruf kosten würde.

Zahlt die Grundfähigkeitsversicherung bei Depression oder Burnout?

In der Basisform in der Regel nicht, denn bei psychischen Erkrankungen geht keine versicherte Grundfähigkeit wie Gehen oder Greifen verloren. Einige Tarife bieten einen Psyche-Baustein an, der aber meist nur bei schwerer Ausprägung leistet, etwa nach einem längeren Klinikaufenthalt.

Bekomme ich die Rente auch, wenn ich noch arbeiten kann?

Ja. Die Leistung hängt allein am Verlust der versicherten Fähigkeit, nicht an Ihrem Beruf. Wer eine versicherte Fähigkeit verliert und trotzdem weiter arbeitet, bekommt die Rente zusätzlich zum Gehalt.

Kann ich eine Grundfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankung abschließen?

Oft ja, denn die Gesundheitsfragen sind einfacher als bei der BU. Entscheidend ist der Weg über eine anonyme Voranfrage bei mehreren Versicherern. So sehen Sie, wer Sie zu welchen Bedingungen nimmt, ohne dass eine Ablehnung gespeichert wird.

Gibt es die Beratung auch auf Italienisch?

Ja. Alessandra Massaro berät auf Deutsch und auf Italienisch, persönlich oder per Videocall. Das Angebot richtet sich an Menschen, die in Deutschland leben und arbeiten. Das Erstgespräch und die anonyme Voranfrage sind kostenlos.

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