Rente mit 63: Voraussetzungen, Abschläge und was wirklich übrig bleibt
Rente mit 63 einfach erklärt: Wer 45 Jahre gearbeitet hat, welche Abschläge anfallen, wie viel Rente bleibt und wie Sie die Lücke bis zur Rente schließen.

Alessandra Massaro
Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO
Aktualisiert am 18. Juli 2026
Eintrag im Vermittlerregister einsehen →Kurze Antwort
Die Rente mit 63 gibt es in zwei Varianten. Wer 45 Beitragsjahre hat, kann ohne Abzug früher aufhören, allerdings nicht mehr mit genau 63, sondern je nach Jahrgang mit 64 oder 65. Wer 35 Beitragsjahre hat, darf schon mit 63 gehen, zahlt dafür aber einen dauerhaften Abschlag von 0,3 Prozent pro Monat.
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Was bedeutet Rente mit 63 überhaupt?
Der Begriff Rente mit 63 ist eigentlich irreführend. Viele glauben, jeder dürfe mit 63 aufhören zu arbeiten. So einfach ist es nicht. Gemeint sind zwei ganz unterschiedliche Rentenarten.
Die erste heißt Rente für besonders langjährig Versicherte. Sie richtet sich an Menschen mit 45 Beitragsjahren. Beitragsjahre sind die Jahre, in denen Sie in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Diese Rente gibt es ohne Abzug.
Die zweite heißt Rente für langjährig Versicherte. Dafür reichen 35 Beitragsjahre. Sie können damit tatsächlich mit 63 starten. Dafür wird Ihre Rente aber dauerhaft gekürzt.
Wichtig zu wissen: Die abschlagsfreie Variante wandert nach oben. Für die Jahrgänge ab 1964 liegt die Altersgrenze bei 65 Jahren, nicht mehr bei 63. Der Name ist also älter als die aktuelle Regel.
Wer die 45 Beitragsjahre schafft und wer nicht
45 Jahre klingen nach sehr viel. Es zählen aber nicht nur Jahre am Schreibtisch oder in der Werkstatt. Die Rentenversicherung rechnet mehrere Zeiten mit.
- Jahre mit Pflichtbeiträgen aus Ihrem Job
- Zeiten der Ausbildung, sofern Beiträge geflossen sind
- Kindererziehungszeiten, meist rund drei Jahre pro Kind
- Pflege von Angehörigen, wenn Beiträge gezahlt wurden
- Wehrdienst und Zivildienst
- Zeiten mit Krankengeld oder Arbeitslosengeld I, mit Einschränkungen
Ein wichtiger Punkt: Arbeitslosengeld II und Zeiten der Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren vor der Rente zählen in der Regel nicht mit. Genau daran scheitern viele knapp.
Wer in Italien und in Deutschland gearbeitet hat, sollte besonders genau hinschauen. Beitragszeiten aus dem EU Ausland können für die Wartezeit berücksichtigt werden. Die Regeln dazu sind komplex und hängen vom Einzelfall ab. Alessandra Massaro berät dazu auch auf Italienisch, was vielen Familien die Sache deutlich leichter macht.
Wie viele Jahre bei Ihnen wirklich zusammenkommen, steht in Ihrer Renteninformation. Diese schickt Ihnen die Deutsche Rentenversicherung einmal im Jahr zu.
Nicht sicher, was für Sie passt? Fragen Sie einfach. Kostenlos und auf Italienisch oder Deutsch.
Kostenlos fragenAb welchem Alter Sie ohne Abschlag gehen dürfen
Die Altersgrenze für die abschlagsfreie Rente hängt von Ihrem Geburtsjahr ab. Sie steigt Schritt für Schritt an. Diese Übersicht zeigt die Richtwerte.
| Geburtsjahr | Abschlagsfrei ab (45 Jahre) | Frühestens mit Abschlag (35 Jahre) |
|---|---|---|
| 1960 | 64 Jahre und 4 Monate | 63 Jahre |
| 1962 | 64 Jahre und 8 Monate | 63 Jahre |
| 1963 | 64 Jahre und 10 Monate | 63 Jahre |
| ab 1964 | 65 Jahre | 63 Jahre |
Die reguläre Altersgrenze liegt für die Jahrgänge ab 1964 bei 67 Jahren. Die abschlagsfreie Rente bringt Ihnen also bis zu zwei Jahre früher Ruhe, ohne dass Geld verloren geht.
Prüfen Sie Ihr persönliches Datum immer direkt bei der Deutschen Rentenversicherung. Nur dort zählt Ihr echter Versicherungsverlauf.
Wie hoch ist der Abschlag mit 35 Beitragsjahren?
Wenn Sie nur 35 Beitragsjahre haben und trotzdem mit 63 gehen wollen, kürzt die Rentenversicherung Ihre Rente. Die Rechnung ist einfach: 0,3 Prozent Abzug pro Monat, den Sie früher gehen. Das sind 3,6 Prozent pro Jahr.
Wer im Jahrgang 1964 mit 63 statt mit 67 aufhört, geht 48 Monate früher. Das ergibt rund 14,4 Prozent Abzug. Bei einer Rente von 1.500 Euro wären das rund 216 Euro weniger im Monat.
Zwei Dinge sind dabei besonders wichtig. Erstens: Der Abschlag bleibt für immer. Er verschwindet nicht, wenn Sie das reguläre Rentenalter erreichen. Zweitens: Auch Ihre spätere Hinterbliebenenrente wird dadurch kleiner.
Man kann Abschläge durch freiwillige Zahlungen an die Rentenversicherung ausgleichen. Ob sich das für Sie rechnet, hängt von Steuer, Gesundheit und Lebensplanung ab. Das gehört in eine persönliche Beratung, nicht in eine Faustformel.
Zu kompliziert? Ich erkläre es Ihnen in Ruhe, Schritt für Schritt. Ganz ohne Fachchinesisch.
Beratung anfragenWas von der Rente wirklich übrig bleibt
Die Zahl auf dem Rentenbescheid ist eine Bruttozahl. Davon gehen noch Beiträge und Steuern ab. Viele Menschen unterschätzen das.
- Kranken und Pflegeversicherung: zusammen meist rund 11 bis 12 Prozent der Rente
- Steuern: der steuerpflichtige Anteil liegt bei Rentenbeginn 2026 bei rund 84 Prozent
- Rentenerhöhungen fallen später voll unter die Steuer
Aus 1.500 Euro brutto werden so schnell nur noch rund 1.250 bis 1.300 Euro netto, je nach persönlicher Situation. Wer dann auch noch Abschläge trägt, landet deutlich tiefer.
Genau hier entsteht die Lücke, die viele erst spät bemerken. Eine private Rentenversicherung kann diese Lücke füllen und Ihnen den früheren Ausstieg überhaupt erst ermöglichen. Wie viel Sie dafür brauchen, hängt von Ihrem Alter und Ihrem Wunschtermin ab.
Verbindliche Aussagen zu Steuern darf und will ich hier nicht treffen. Dafür ist Ihr Steuerberater zuständig.
Lohnt sich der frühe Ausstieg für Sie?
Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Es gibt aber ein paar ehrliche Fragen, die Sie sich stellen sollten.
- Wie gesund bin ich, und wie belastend ist mein Beruf wirklich?
- Reicht meine Rente plus Erspartes für meine monatlichen Kosten?
- Habe ich noch Schulden oder laufende Kredite?
- Gibt es eine Betriebsrente oder private Verträge dazu?
- Möchte ich später noch etwas dazuverdienen?
Seit einigen Jahren gilt: Wer die volle Altersrente bezieht, darf unbegrenzt dazuverdienen. Für viele macht das den früheren Ausstieg attraktiver, weil sie mit einem Teilzeitjob weiter Geld verdienen können.
Der beste Zeitpunkt für diese Rechnung ist nicht mit 62, sondern mit 50 oder früher. Dann bleibt genug Zeit, um privat aufzubauen, was der Staat nicht zahlt.
Wenn Sie wissen möchten, welcher Weg zu Ihrer Lage passt, schauen wir gemeinsam auf Ihre Zahlen. Sie erreichen mich über das Kontaktformular. Die Beratung ist auf Deutsch und auf Italienisch möglich, unverbindlich und in Ruhe.
„Perfekte Beratung. Hat die richtige Versicherung für meine Familie gefunden. Sehr professionell.“
„Endlich jemand, der zuhört. Individuelle Beratung, optimal abgesichert.“
„Kompetent und freundlich. Die richtige Lebensversicherung gefunden. Absolut empfehlenswert!“
Persönliche Beratung auf Italienisch oder Deutsch
Häufige Fragen
Kann ich mit 63 ohne Abschlag in Rente gehen?
Wie viel Abzug habe ich bei der Rente mit 63?
Zählt Arbeitslosigkeit bei den 45 Jahren mit?
Zählen Beitragsjahre aus Italien für die Rente mit 63?
Darf ich neben der Rente mit 63 weiterarbeiten?
Wie schließe ich die Lücke bis zum Wunschruhestand?
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