Renteneintrittsalter Tabelle: Wann gehe ich in Rente?
Renteneintrittsalter Tabelle nach Jahrgang: Wann Sie ohne Abschläge in Rente gehen können, wie hoch die Abschläge bei früherem Start sind und was Sie jetzt tun sollten.

Alessandra Massaro
Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO
Aktualisiert am 18. Juli 2026
Eintrag im Vermittlerregister einsehen →Kurze Antwort
Das Renteneintrittsalter hängt von Ihrem Geburtsjahr ab. Wer 1964 oder später geboren ist, erreicht die Regelaltersgrenze mit 67 Jahren. Für die Jahrgänge 1947 bis 1963 steigt das Alter schrittweise von 65 auf 67 Jahre. Ein früherer Start ist möglich, kostet aber dauerhaft Rente.
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Was bedeutet Renteneintrittsalter?
Das Renteneintrittsalter ist das Alter, in dem Sie Ihre gesetzliche Rente bekommen. Der offizielle Begriff dafür lautet Regelaltersgrenze. Das ist der Zeitpunkt, ab dem Sie Ihre volle Rente erhalten, ohne dass etwas abgezogen wird.
Früher lag diese Grenze bei 65 Jahren. Seit 2012 steigt sie schrittweise auf 67 Jahre. Der Grund ist einfach: Die Menschen leben länger und beziehen die Rente länger. Deshalb hat der Gesetzgeber die Altersgrenze angehoben.
Entscheidend ist Ihr Geburtsjahr. Jeder Jahrgang hat seine eigene Grenze. Wer 1958 geboren ist, geht zu einem anderen Zeitpunkt in Rente als jemand aus dem Jahrgang 1965. Die genaue Tabelle finden Sie im nächsten Abschnitt.
Renteneintrittsalter Tabelle nach Jahrgang
Diese Tabelle zeigt, wann Sie die Regelaltersgrenze erreichen. Das ist der Zeitpunkt für die volle Rente ohne Abzug. In der letzten Spalte steht, ab wann Sie mit 35 Beitragsjahren früher starten könnten, allerdings mit dauerhaften Abschlägen.
| Geburtsjahr | Regelaltersgrenze | Frühester Start mit Abschlag |
|---|---|---|
| 1955 | 65 Jahre und 9 Monate | 63 Jahre |
| 1956 | 65 Jahre und 10 Monate | 63 Jahre |
| 1957 | 65 Jahre und 11 Monate | 63 Jahre |
| 1958 | 66 Jahre | 63 Jahre |
| 1959 | 66 Jahre und 2 Monate | 63 Jahre |
| 1960 | 66 Jahre und 4 Monate | 63 Jahre |
| 1961 | 66 Jahre und 6 Monate | 63 Jahre |
| 1962 | 66 Jahre und 8 Monate | 63 Jahre |
| 1963 | 66 Jahre und 10 Monate | 63 Jahre |
| 1964 und später | 67 Jahre | 63 Jahre |
Ein Beispiel: Wer im Mai 1962 geboren ist, erreicht die Regelaltersgrenze mit 66 Jahren und 8 Monaten, also im Januar 2029. Wer 1970 geboren ist, arbeitet bis 67. Diese Werte gelten für die Altersrente in der gesetzlichen Rentenversicherung.
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Kostenlos fragenFrüher in Rente: Was kostet das?
Sie können früher aufhören zu arbeiten. Das ist erlaubt, aber es kostet Geld. Für jeden Monat, den Sie vor Ihrer Regelaltersgrenze starten, zieht die Rentenversicherung 0,3 Prozent von Ihrer Rente ab. Diesen Abzug nennt man Abschlag.
Wichtig: Der Abschlag bleibt für immer. Er verschwindet nicht, wenn Sie später Ihre Regelaltersgrenze erreichen. Er begleitet Sie bis zum Lebensende.
- 12 Monate früher: rund 3,6 Prozent weniger Rente
- 24 Monate früher: rund 7,2 Prozent weniger Rente
- 36 Monate früher: rund 10,8 Prozent weniger Rente
- 48 Monate früher: rund 14,4 Prozent maximaler Abschlag
Ein Rechenbeispiel: Bei einer Rente von rund 1.500 Euro im Monat bedeutet ein Abschlag von 10,8 Prozent etwa 160 Euro weniger. Über 20 Jahre Rentenbezug summiert sich das auf einen fünfstelligen Betrag.
Ob sich der frühere Start trotzdem lohnt, hängt von Ihrer Gesundheit, Ihrem Job und Ihren Ersparnissen ab. Diese Rechnung sollten Sie nicht allein im Kopf machen, sondern in einer persönlichen Beratung durchgehen.
Wer kann ohne Abschläge früher gehen?
Es gibt einen Sonderweg: die Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Wer 45 Beitragsjahre nachweist, kann vor der Regelaltersgrenze abschlagsfrei in Rente gehen. Auch hier hängt das genaue Alter vom Jahrgang ab.
| Geburtsjahr | Abschlagsfrei ab |
|---|---|
| 1958 | 64 Jahre |
| 1959 | 64 Jahre und 2 Monate |
| 1960 | 64 Jahre und 4 Monate |
| 1961 | 64 Jahre und 6 Monate |
| 1962 | 64 Jahre und 8 Monate |
| 1963 | 64 Jahre und 10 Monate |
| 1964 und später | 65 Jahre |
Als Beitragsjahre zählen nicht nur Zeiten mit Gehalt. Auch Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Wehrdienst und Zeiten mit Krankengeld werden angerechnet. Nur eine längere Arbeitslosigkeit kurz vor dem Rentenstart zählt in der Regel nicht mit.
Wer in Italien und in Deutschland gearbeitet hat, kann Zeiten aus beiden Ländern für den Anspruch zusammenrechnen lassen. Bei Massaro Versicherungen erklären wir das auf Wunsch auch auf Italienisch, weil viele Familien aus Italien genau an dieser Stelle unsicher sind.
Zu kompliziert? Ich erkläre es Ihnen in Ruhe, Schritt für Schritt. Ganz ohne Fachchinesisch.
Beratung anfragenWarum die Tabelle allein nicht reicht
Die Tabelle beantwortet nur eine Frage: wann. Sie sagt nichts darüber, wie viel Geld am Ende auf Ihrem Konto landet. Und genau das ist für die meisten Menschen die wichtigere Frage.
Das Rentenniveau, also der Anteil des Durchschnittslohns, den ein Standardrentner erhält, liegt derzeit bei rund 48 Prozent. Ihre gesetzliche Rente ersetzt also nur etwa die Hälfte eines Durchschnittseinkommens. Wer im Alter seinen Lebensstandard halten will, braucht meist eine zweite Säule.
Diese Differenz nennt man Rentenlücke. Sie lässt sich mit einer privaten Rentenversicherung schließen, ebenso mit einer betrieblichen Altersvorsorge oder einem langfristigen Sparplan. Welcher Weg zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Alter, Ihrem Einkommen und Ihrer Steuersituation ab.
Wichtig ist der Zeitpunkt. Je früher Sie starten, desto kleiner sind die monatlichen Beiträge, weil das Kapital länger arbeiten kann. Wer erst mit 55 anfängt, muss deutlich mehr einzahlen als jemand, der mit 30 beginnt.
So finden Sie Ihr persönliches Rentenalter heraus
Verlassen Sie sich nicht nur auf die Tabelle. Prüfen Sie Ihre eigenen Unterlagen. So gehen Sie vor:
- Renteninformation prüfen: Die Deutsche Rentenversicherung schickt sie einmal im Jahr an alle ab 27 Jahren mit mindestens 5 Beitragsjahren.
- Versicherungsverlauf klären: Fehlende Zeiten aus Ausbildung, Studium oder Arbeit im Ausland sollten Sie melden und nachweisen.
- Beitragsjahre zählen: Nur so wissen Sie, ob die 35 oder 45 Jahre für einen früheren Start realistisch sind.
- Lücke berechnen: Vergleichen Sie Ihre erwartete Rente mit Ihren heutigen Ausgaben im Monat.
- Vorsorge anpassen: Prüfen Sie, ob Ihre bestehenden Verträge zum geplanten Rentenstart passen.
Sie sind unsicher, welche Zahlen für Sie gelten und wie groß Ihre Lücke wirklich ist? Wir schauen uns Ihre Situation in Ruhe an und rechnen mit Ihnen durch, was ein früherer oder späterer Start bedeutet. Vereinbaren Sie dafür einfach ein unverbindliches Beratungsgespräch, auf Deutsch oder auf Italienisch.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick. Er ersetzt keine individuelle Renten oder Steuerberatung. Verbindliche Auskünfte zu Ihrem Rentenkonto erteilt die Deutsche Rentenversicherung.
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Häufige Fragen
Wann kann ich mit Jahrgang 1964 in Rente gehen?
Wie hoch sind die Abschläge bei früherem Rentenbeginn?
Gilt die Rente mit 63 noch?
Zählen Arbeitsjahre aus Italien für das Rentenalter mit?
Kann ich später als mit 67 in Rente gehen?
Wo finde ich mein genaues Renteneintrittsdatum?
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