Rechtsschutz nach Beruf · Beispielrechnung RVG 2026

Rechtsschutzversicherung für Bestatter

3.089,90 Euro

beträgt das volle Kostenrisiko des typischen Rechtsstreits als Bestatter: eigener Anwalt, gegnerischer Anwalt und Gericht bei 6.000 Euro Streitwert, gerechnet nach RVG und GKG (Stand 1. Juni 2025). Das entspricht 1,0 Bruttomonatsverdiensten in diesem Beruf.

Der typische Rechtsstreit als Bestatter in Zahlen

Typisches Bruttogehalt als Bestatter (Beispielwert)3.000,00 Euro
Streitwert des Beispielfalls6.000,00 Euro
Anwalt außergerichtlich (1,3 Geschäftsgebühr, mit MwSt.)664,26 Euro
Eigener Anwalt, Klage 1. Instanz (1,3 + 1,2)1.255,45 Euro
Gerichtskosten 1. Instanz (3,0 Gebühren GKG)579,00 Euro
Verlustrisiko gesamt: beide Anwälte plus Gericht3.089,90 Euro
Das entspricht Bruttomonatsverdiensten1,0

Jeder Beruf streitet anders. Bestatter ist da keine Ausnahme: Die typischen Konflikte, die Gegner und die Summen unterscheiden sich deutlich von denen anderer Berufe, und damit auch die Anforderungen an eine Rechtsschutzversicherung. Hier steht, welche Streitigkeiten in diesem Beruf wirklich vorkommen und was sie nach den gesetzlichen Gebührentabellen kosten.

Die Konflikte, die in diesem Beruf immer wieder vor Gericht landen: Bestatter erbringen Leistungen sofort, bezahlt wird später oder nie: Erben schlagen aus, Erbengemeinschaften schieben die Rechnung im Kreis, Sozialämter prüfen Kostenübernahmen monatelang. Dazu kommen Streitigkeiten mit Friedhofsverwaltungen über Gebühren und mit Angehörigen über angeblich nicht bestellte Zusatzleistungen.

Gerechnet wird hier mit 6.000 Euro Streitwert. Warum genau dieser Betrag: Beispielrechnung: eine unbezahlte Bestattungsrechnung über 6.000 Euro, deren Erben sich die Zahlung gegenseitig zuschieben. Aus diesem Wert ergeben sich alle Gebühren dieser Seite, Cent für Cent nach Gesetz.

Was das in Euro bedeutet: 664,26 Euro für den Anwaltsbrief ohne Prozess, 1.255,45 Euro für den eigenen Anwalt in der ersten Instanz, 579,00 Euro für die Gerichtskasse, zahlbar im Voraus. Die Beträge folgen den festen Tabellen von RVG und GKG, verhandelbar ist daran nichts.

Rechnen wir den Ernstfall: Prozess verloren, alle Kosten am eigenen Bein. Das sind 3.089,90 Euro, also 1,0 Monatsverdienste in diesem Beruf. Wer diese Zahl kennt, versteht, warum so viele berechtigte Ansprüche nie eingeklagt werden.

Wer als Bestatter arbeitet, zahlt seinen Rechtsstreit doppelt: mit den Prozesskosten und mit der Arbeitszeit, die der Streit frisst. Der Firmen-Rechtsschutz nimmt wenigstens das erste Risiko, deckt aber nur, was im Vertrag steht: Vertrags- und Forderungsstreit gehört für Bestatter ausdrücklich hinein, sonst ist die Police im wichtigsten Moment stumm.

Welche Bausteine für Bestatter zählen: Firmen-Rechtsschutz mit Forderungsmanagement ist hier der Kernbaustein, denn Außenstände sind das Berufsrisiko Nummer eins. Verkehr für die Bestattungsfahrzeuge und Privat für die eigene Familie ergänzen das Paket.

Eine Regel entscheidet für Bestatter über alles: die Wartezeit. Drei Monate müssen in den meisten Bausteinen zwischen Vertragsschluss und Streitbeginn liegen, und wer den Konflikt schon hat, bekommt keine Deckung mehr, bei keinem Anbieter. Wer als Bestatter über die Police nachdenkt, sollte es tun, bevor Post vom Anwalt kommt.

Zum Preis für Bestatter: Rund 200 bis 350 Euro jährlich kostet 2026 ein solider Kombi-Schutz aus Privat, Beruf und Verkehr, mit Selbstbeteiligungen zwischen 150 und 300 Euro. Zum Vergleich: Allein die erste Instanz des Beispielfalls als Bestatter kostet 1.255,45 Euro, mehr als mehrere Jahresbeiträge.

Was wir Mandanten in diesem Beruf immer zuerst sagen: Vor der Beauftragung den Auftraggeber schriftlich festhalten, wer unterschreibt, haftet, unabhängig vom Erbe. Diese eine Unterschrift entscheidet später, ob die Forderung durchsetzbar ist oder ins Leere läuft.

Was diese Seite leistet und was nicht: Sie zeigt die gesetzlichen Kosten des typischen Rechtsstreits als Bestatter, berechnet nach RVG und GKG in der seit 1. Juni 2025 geltenden Fassung. Ihr konkreter Fall kann teurer oder billiger sein, je nach Streitwert, Verlauf und Instanzen. Die Beispielrechnung ersetzt keine Beratung, sie macht sie vergleichbar.

Häufige Fragen

Was kostet eine Rechtsschutzversicherung für Bestatter?

Etwa 200 bis 350 Euro jährlich für einen Kombi-Schutz mit Privat, Beruf und Verkehr, Marktstand 2026. Mit höherer Selbstbeteiligung sinkt der Beitrag. Wichtiger als zehn Euro Ersparnis ist für Bestatter, dass die berufstypischen Bausteine enthalten sind.

Was kostet ein Rechtsstreit als Bestatter ohne Versicherung?

Gerechnet am Beispielstreitwert dieses Berufs (6.000 Euro): 1.255,45 Euro für den eigenen Anwalt in der ersten Instanz, im Verlustfall insgesamt 3.089,90 Euro inklusive Gegenseite und Gerichtskosten.

Gibt es eine Wartezeit?

Die übliche Wartezeit beträgt 3 Monate. Sie beginnt mit dem Vertragsbeginn und gilt für Bestatter wie überall für die meisten Bausteine, vom Arbeitsrecht bis zum Mietrecht. Bereits laufende oder absehbare Konflikte sind grundsätzlich vom Schutz ausgeschlossen.

Übernimmt die Rechtsschutzversicherung alle Kosten?

Die Police zahlt nach Deckungszusage alle Positionen der Beispielrechnung für Bestatter: eigenen Anwalt, Gerichtskosten, im Verlustfall die gegnerischen Anwälte. Ihr Eigenanteil bleibt die Selbstbeteiligung (150 bis 300 Euro je nach Tarif).

3.089,90 Euro Risiko, oder 150 bis 300 Euro Selbstbeteiligung

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalt, Gericht und im Verlustfall die Gegenseite. Sie muss nur vor dem Streit da sein: Die Wartezeit beträgt in den meisten Bausteinen 3 Monate.

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