PKV

Private Krankenversicherung Grenze 2026: ab welchem Gehalt Sie wechseln dürfen

Wie hoch ist die Grenze für die private Krankenversicherung 2026? Zahlen, Regeln und Beispiele einfach erklärt. Beratung auf Deutsch und Italienisch.

Alessandra Massaro

Alessandra Massaro

Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO

Aktualisiert am 18. Juli 2026

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Die Grenze für die private Krankenversicherung heißt Versicherungspflichtgrenze. Sie liegt 2026 bei rund 73.800 Euro Bruttogehalt im Jahr, also etwa 6.150 Euro im Monat. Angestellte dürfen erst über dieser Grenze wechseln. Selbstständige, Freiberufler und Beamte dürfen ohne Gehaltsgrenze in die PKV.

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Welche Grenze ist bei der PKV gemeint?

Viele Menschen hören den Satz: "Du darfst erst ab einer bestimmten Grenze privat." Aber welche Grenze ist das genau?

Gemeint ist die Versicherungspflichtgrenze. Das ist ein Gehalt pro Jahr. Wer weniger verdient, muss in der gesetzlichen Kasse bleiben. Wer mehr verdient, darf frei wählen.

Der offizielle Name dafür ist Jahresarbeitsentgeltgrenze, kurz JAEG. Beide Wörter bedeuten dasselbe.

Diese Grenze gilt nur für Angestellte. Für Selbstständige und Beamte gelten andere Regeln. Dazu später mehr.

Wichtig zu wissen: Der Staat passt diese Grenze fast jedes Jahr an. Die Löhne steigen, also steigt auch die Grenze.

Die Grenze für die private Krankenversicherung 2026

Für 2026 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei rund 73.800 Euro brutto im Jahr. Das sind etwa 6.150 Euro brutto im Monat.

Brutto heißt: vor Steuern und vor Sozialabgaben. Es ist die Zahl, die oben in Ihrem Arbeitsvertrag steht.

Hier die wichtigsten Zahlen im Überblick:

GrenzeWert 2026 (rund)Wofür sie zählt
Versicherungspflichtgrenze73.800 Euro im JahrAb hier dürfen Angestellte in die PKV
Pro Monat gerechnet6.150 EuroGleiche Grenze, nur monatlich
Beitragsbemessungsgrenze GKV66.150 Euro im JahrAb hier steigt der Kassenbeitrag nicht weiter

Die Zahlen können sich noch leicht ändern. Prüfen Sie den aktuellen Wert immer, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Nicht sicher, was für Sie passt? Fragen Sie einfach. Kostenlos und auf Italienisch oder Deutsch.

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Zwei Grenzen, die oft verwechselt werden

Es gibt zwei Grenzen mit ähnlichen Namen. Das sorgt für viel Verwirrung.

  • Versicherungspflichtgrenze: Sie entscheidet, ob Sie wechseln dürfen. Nur diese Grenze ist für die PKV wichtig.
  • Beitragsbemessungsgrenze: Sie entscheidet, wie hoch Ihr Beitrag in der gesetzlichen Kasse maximal wird. Verdienen Sie mehr, zahlen Sie trotzdem nicht mehr.

Ein einfaches Bild: Die erste Grenze ist die Tür. Die zweite Grenze ist ein Deckel auf dem Preis.

Die Beitragsbemessungsgrenze liegt immer etwas niedriger. Sie erlaubt Ihnen aber keinen Wechsel in die PKV.

Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, finden Sie alle Details zur privaten Krankenversicherung in Deutschland auf unserer Übersichtsseite.

Wie das Gehalt wirklich gerechnet wird

Ein häufiger Irrtum: Ein guter Monat reicht nicht aus.

Ihr regelmäßiges Jahresgehalt muss über der Grenze liegen. Die Krankenkasse schaut auf das ganze Jahr, nicht auf einen Monat.

Zum Gehalt zählen zum Beispiel:

  • Ihr festes Monatsgehalt mal zwölf
  • Ein vertraglich zugesagtes Weihnachtsgeld
  • Ein festes Urlaubsgeld
  • Feste Zulagen, die jedes Jahr fließen

Nicht sicher mitgezählt werden freiwillige Boni. Ein Bonus, den der Chef jedes Jahr neu entscheidet, ist meist nicht regelmäßig genug.

Noch eine Regel, die viele übersehen: Sie müssen die Grenze in der Regel zweimal überschreiten. Einmal im laufenden Jahr und einmal im kommenden Jahr, weil die Grenze ja steigt.

Sinkt Ihr Gehalt später wieder unter die Grenze, kann die Versicherungspflicht zurückkehren. Deshalb lohnt sich ein ruhiger Blick auf die nächsten Jahre, nicht nur auf heute.

Zu kompliziert? Ich erkläre es Ihnen in Ruhe, Schritt für Schritt. Ganz ohne Fachchinesisch.

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Für wen die Grenze gar nicht gilt

Nicht alle Menschen müssen auf diese Zahl schauen. Für einige Gruppen gibt es keine Gehaltsgrenze.

  • Selbstständige und Freiberufler: Sie dürfen fast immer sofort in die PKV, unabhängig vom Einkommen.
  • Beamte: Sie bekommen Beihilfe (der Staat zahlt einen Teil der Arztkosten) und ergänzen den Rest privat.
  • Studenten: Sie können sich zu Studienbeginn von der Pflicht befreien lassen. Diese Entscheidung gilt für das ganze Studium.

Für viele italienische Unternehmer in Deutschland ist das ein wichtiger Punkt. Wer ein Restaurant, ein Handwerksbetrieb oder eine kleine Firma führt, darf frei entscheiden.

Frei wählen zu dürfen heißt aber nicht, dass die PKV automatisch besser ist. Bei schwankenden Einnahmen kann die freiwillige gesetzliche Kasse die ruhigere Lösung sein.

Über der Grenze: was Sie vor dem Wechsel prüfen sollten

Sie liegen über der Grenze? Dann dürfen Sie wechseln. Sie müssen es aber nicht.

Ein Wechsel ist eine Entscheidung für viele Jahre. Ein Rückweg in die gesetzliche Kasse ist später oft schwierig, besonders nach dem 55. Lebensjahr.

Prüfen Sie in Ruhe diese Punkte:

  • Planen Sie Kinder? In der GKV sind sie meist beitragsfrei mitversichert, in der PKV kostet jedes Kind extra.
  • Arbeitet Ihr Partner ohne eigenes Einkommen? Die Familienversicherung gibt es nur in der GKV.
  • Wie stabil ist Ihr Einkommen in zehn oder zwanzig Jahren?
  • Haben Sie Vorerkrankungen? Sie können den Beitrag erhöhen oder zu Ausschlüssen führen.
  • Denken Sie an eine spätere Rückkehr nach Italien? Das kann die Wahl beeinflussen.

Eine allgemeine Aussage, was für Sie günstiger ist, gibt es nicht. Alles hängt von Alter, Gesundheit, Familie und Beruf ab.

Wir schauen uns Ihre Zahlen gemeinsam an, ehrlich und ohne Druck. Die Beratung findet auf Deutsch oder auf Italienisch statt, ganz wie Sie möchten. Schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular, dann melden wir uns zeitnah bei Ihnen.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grenze für die private Krankenversicherung 2026?

Die Versicherungspflichtgrenze liegt 2026 bei rund 73.800 Euro Bruttogehalt im Jahr. Das sind etwa 6.150 Euro brutto im Monat. Angestellte dürfen erst über diesem Wert in die private Krankenversicherung wechseln.

Was ist der Unterschied zwischen Versicherungspflichtgrenze und Beitragsbemessungsgrenze?

Die Versicherungspflichtgrenze entscheidet, ob Sie überhaupt in die PKV wechseln dürfen. Die Beitragsbemessungsgrenze legt fest, bis zu welchem Gehalt der Beitrag in der gesetzlichen Kasse berechnet wird. Für den Wechsel zählt nur die Versicherungspflichtgrenze.

Gilt die Gehaltsgrenze auch für Selbstständige?

Nein. Selbstständige und Freiberufler dürfen unabhängig vom Einkommen in die private Krankenversicherung. Für sie gibt es keine Gehaltsgrenze. Ob die PKV sinnvoll ist, hängt trotzdem von Alter, Gesundheit und Familiensituation ab.

Zählt ein Bonus zum Gehalt für die Grenze?

Nur regelmäßige und vertraglich zugesagte Zahlungen zählen mit, zum Beispiel ein festes Weihnachtsgeld. Freiwillige Boni, über die der Arbeitgeber jedes Jahr neu entscheidet, werden in der Regel nicht berücksichtigt.

Was passiert, wenn mein Gehalt wieder unter die Grenze fällt?

Als Angestellter können Sie dann wieder versicherungspflichtig in der gesetzlichen Kasse werden. Wer schon privat versichert ist, sollte diesen Fall vorher durchdenken. Eine Beratung vor dem Wechsel hilft, spätere Überraschungen zu vermeiden.

Bekomme ich die Beratung auch auf Italienisch?

Ja. Wir beraten italienische Familien und Unternehmer in Deutschland auf Italienisch und auf Deutsch. So verstehen Sie jeden Begriff und jede Zahl in Ihrer eigenen Sprache.

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Quellen und weiterführende Informationen