Arbeitsrecht · Rechtsschutz-Praxis 2026

Mobbing am Arbeitsplatz: was tun?

3.932,96 Euro

beträgt das volle Kostenrisiko im typischen Fall: eigener Anwalt, gegnerischer Anwalt und Gericht bei 8.000 Euro Streitwert, nach RVG und GKG (Stand 1. Juni 2025). Gedeckt über den Baustein Berufs-Rechtsschutz (Arbeitsrecht).

Mobbing am Arbeitsplatz: die Fakten auf einen Blick

Typischer Streitwert8.000,00 Euro
Anwalt außergerichtlich (1,3 Geschäftsgebühr, mit MwSt.)848,35 Euro
Eigener Anwalt, Klage 1. Instanz (1,3 + 1,2)1.609,48 Euro
Gerichtskosten 1. Instanz (3,0 Gebühren GKG)714,00 Euro
Verlustrisiko gesamt: beide Anwälte plus Gericht3.932,96 Euro
Zuständiger BausteinBerufs-Rechtsschutz (Arbeitsrecht)

Wer sich mit dem Thema Mobbing am Arbeitsplatz beschäftigt, hat meist schon ein konkretes Problem, und die erste Frage ist selten die nach dem Recht, sondern die nach dem Risiko: Was kostet es, sich zu wehren, und was kostet es, zu verlieren? Hier stehen die Antworten mit Zahlen, dazu die Deckungsfrage für die Rechtsschutzversicherung.

So sieht die Lage rechtlich aus: Mobbing ist juristisch kein eigener Tatbestand, sondern eine Kette von Einzelakten, die erst in der Summe rechtswidrig wird: Ausgrenzung, Schikane, Herabwürdigung über Wochen und Monate. Genau deshalb entscheidet das Mobbing-Tagebuch den Fall: Datum, Vorfall, Zeugen, Wirkung. Ansprüche reichen von Unterlassung über Schmerzensgeld bis zur Haftung des Arbeitgebers, der seine Schutzpflicht verletzt.

Was kostet so ein Verfahren? Der Rechenansatz: 8.000 Euro Streitwert, denn Schmerzensgeld- und Unterlassungsforderung im Beispielfall: 8.000 Euro nach monatelanger systematischer Ausgrenzung. Mit diesem Wert lassen sich Anwalts- und Gerichtsgebühren exakt bestimmen, das Gebührenrecht kennt keine Verhandlungssache.

Die drei Posten der Beispielrechnung: anwaltliches Schreiben und Verhandlung außergerichtlich 848,35 Euro, Klage in erster Instanz beim eigenen Anwalt 1.609,48 Euro, Gerichtskosten 714,00 Euro, als Vorschuss fällig.

Und der Ernstfall: Wer den Prozess verliert, trägt beide Anwälte und das Gericht, zusammen 3.932,96 Euro. Diese Summe, nicht die Erfolgsaussicht, ist der Grund, warum so viele berechtigte Ansprüche nie geltend gemacht werden.

Zur Deckungsfrage: Der Berufs-Baustein deckt die Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber, von der Beschwerde nach dem AGG bis zur Klage. Bei gesundheitlichen Folgen ergänzt der Sozial-Baustein das Verfahren um die Anerkennung bei der Unfall- oder Rentenversicherung.

Bevor Rechnungen Hoffnung machen, die Grundbedingung: Der Vertrag muss vor dem Streit da gewesen sein, und die Wartezeit von meist 3 Monaten muss abgelaufen sein. Rechtsschutzversicherer prüfen gerade bei Mobbing am Arbeitsplatz den Zeitpunkt der Streitursache genau, denn er entscheidet über die Deckungszusage, das schriftliche Ja zur Kostenübernahme.

Der Jahresbeitrag eines soliden Kombi-Tarifs (Privat, Beruf, Verkehr) liegt 2026 zwischen etwa 200 und 350 Euro, je nach Selbstbeteiligung. Ob der hier nötige Baustein Berufs-Rechtsschutz (Arbeitsrecht) zum Grundpaket gehört oder extra kostet, unterscheidet sich je nach Anbieter, genau das prüfen wir in der Beratung.

Der Fahrplan für den Start: Unterlagen komplett machen, Fristen klären, Deckungsanfrage stellen (zuständig ist der Baustein Berufs-Rechtsschutz (Arbeitsrecht)), Ersteinschätzung einholen. Diese vier Schritte kosten bei Mobbing am Arbeitsplatz zusammen wenige Tage und entscheiden häufig mehr als der ganze spätere Prozess.

Was in diesen Fällen den Unterschied macht: Früh die formelle Beschwerde beim Arbeitgeber einlegen, er ist gesetzlich zum Einschreiten verpflichtet. Parallel ärztliche Behandlung dokumentieren: Ohne Attest kein Schmerzensgeld, ohne Tagebuch kein Beweis, ohne Beschwerde keine Arbeitgeberhaftung.

Alle Zahlen sind Beispielrechnungen auf gesetzlicher Basis (Gebührentabellen Stand 1. Juni 2025) und dienen der Orientierung über die Größenordnung bei Mobbing am Arbeitsplatz. Reale Verfahren weichen ab, nach oben wie nach unten. Ob sich Ihr konkreter Fall lohnt und ob er gedeckt wäre, klärt die Ersteinschätzung schneller als jede Tabelle.

Häufige Fragen

Welcher Baustein der Rechtsschutzversicherung deckt Mobbing am Arbeitsplatz?

Diese Fälle laufen über den Baustein Berufs-Rechtsschutz (Arbeitsrecht). Nicht jeder Tarif enthält ihn automatisch, gerade ältere Verträge haben Lücken. Ein Blick in den Versicherungsschein oder eine Deckungsanfrage schafft in wenigen Tagen Klarheit.

Gilt eine Wartezeit, wenn der Streit schon läuft?

In den meisten Bausteinen gilt eine Wartezeit von 3 Monaten ab Vertragsbeginn, und der Rechtsschutzfall darf nicht vor dem Abschluss entstanden sein. Ein bereits laufender oder absehbarer Streit um Mobbing am Arbeitsplatz ist grundsätzlich nicht mehr versicherbar.

Was kostet so ein Verfahren ohne Rechtsschutz?

Am typischen Streitwert von 8.000 Euro gerechnet: 1.609,48 Euro für den eigenen Anwalt in erster Instanz, im Verlustfall insgesamt 3.932,96 Euro inklusive Gegenseite und Gericht (RVG/GKG, Stand 1. Juni 2025).

Was sollte ich als Erstes tun?

Der erste Schritt ist bei Mobbing am Arbeitsplatz immer gleich: Unterlagen sammeln, Fristen notieren, Ersteinschätzung einholen. Mit Rechtsschutz ist dieser Schritt kostenlos bis auf die Selbstbeteiligung, und er verhindert die zwei teuersten Fehler: zu spät reagieren und falsch reagieren.

3.932,96 Euro Risiko, oder 150 bis 300 Euro Selbstbeteiligung

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalt, Verfahren und im Verlustfall die Gegenseite. Sie muss nur vor dem Streit da sein: Die Wartezeit beträgt in den meisten Bausteinen 3 Monate.

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