Rente und Abzüge: Was wird 2026 wirklich von Ihrer Rente abgezogen?
Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Steuern und Abschläge bei früher Rente: alle Abzüge von der Brutto-Rente in einer Tabelle, mit Beispielrechnung und einfacher Anleitung, um die eigene Netto-Rente nachzurechnen.

Alessandra Massaro
Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO
Aktualisiert am 26. August 2026
Eintrag im Vermittlerregister einsehen →Kurze Antwort
Von der Brutto Rente gehen 2026 meist drei Dinge ab: der Beitrag zur Krankenkasse, der Beitrag zur Pflegeversicherung und oft auch Steuern. Zusammen sind das bei gesetzlich Versicherten rund 12 Prozent, plus Steuern je nach Höhe der Rente.
Eine Frage? Ich rufe Sie an.
Nur Name und Nummer. Rückruf binnen 24 Stunden, rund 10 Minuten, ohne Verkaufsdruck. Auf Deutsch oder Italienisch.
Vertraulich, kostenlos, unverbindlich.
Warum ist die Rente auf dem Konto kleiner als im Bescheid?
Viele Menschen bekommen ihren Rentenbescheid und freuen sich über die Zahl. Ein paar Wochen später schauen sie auf das Konto. Und dort ist weniger Geld.
Das ist normal. Der Bescheid zeigt die Brutto Rente (die Rente vor allen Abzügen). Auf dem Konto landet die Netto Rente (das Geld, das wirklich übrig bleibt).
Dazwischen liegen drei Posten:
- Beitrag zur Krankenversicherung
- Beitrag zur Pflegeversicherung
- Einkommensteuer, wenn die Rente hoch genug ist
Krankenkasse und Pflege zieht die Deutsche Rentenversicherung direkt ab. Die Steuer nicht. Die zahlen Sie später selbst über die Steuererklärung. Genau das überrascht viele Rentner im ersten Jahr.
Abzug 1 und 2: Krankenkasse und Pflegeversicherung
Wer als Rentner gesetzlich krankenversichert ist, zahlt weiter Beiträge. Das gilt für fast alle Arbeitnehmer, die in Deutschland gearbeitet haben.
Der Beitrag zur Krankenversicherung liegt bei 14,6 Prozent. Davon zahlen Sie die Hälfte, also 7,3 Prozent. Die andere Hälfte übernimmt die Rentenversicherung für Sie.
Dazu kommt der Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse. Der ist je nach Kasse verschieden und liegt 2026 meist bei rund 2 bis 3 Prozent. Auch hier zahlen Sie nur die Hälfte.
Die Pflegeversicherung zahlen Sie dagegen allein. Der Satz liegt bei rund 3,6 Prozent. Wer keine Kinder hat, zahlt einen kleinen Aufschlag von 0,6 Prozentpunkten.
Unter dem Strich gehen bei den meisten gesetzlich versicherten Rentnern rund 12 Prozent der Brutto Rente für Kranken und Pflegeversicherung weg.
Wichtig: Privat Versicherte zahlen ihre volle Prämie weiter. Die Rentenversicherung gibt einen Zuschuss dazu. Ob privat oder gesetzlich im Alter günstiger ist, hängt stark vom Einzelfall ab. Lassen Sie das rechtzeitig prüfen, am besten viele Jahre vor der Rente.
Nicht sicher, was für Sie passt? Fragen Sie einfach. Kostenlos und auf Italienisch oder Deutsch.
Kostenlos fragenAbzug 3: Steuern auf die Rente
Auch Rente ist Einkommen. Und Einkommen kann steuerpflichtig sein. Aber nicht die ganze Rente wird besteuert, sondern nur ein Teil davon.
Dieser Teil heißt Besteuerungsanteil. Er hängt vom Jahr ab, in dem Sie in Rente gehen. Wer 2026 startet, muss rund 84 Prozent seiner Rente versteuern. Der Rest bleibt steuerfrei.
Dieser steuerfreie Betrag wird einmal festgelegt und bleibt dann gleich. Wenn die Rente später steigt, ist die Erhöhung voll steuerpflichtig.
Ob Sie am Ende wirklich zahlen, hängt vom Grundfreibetrag ab. Das ist der Betrag, bis zu dem keine Steuer anfällt. 2026 liegt er bei rund 12.000 Euro im Jahr für eine Person.
Grobe Faustregel: Bei einer gesetzlichen Rente von unter etwa 1.300 Euro im Monat und ohne weiteres Einkommen zahlen viele Rentner keine Steuer. Wer eine Betriebsrente, Mieteinnahmen oder eine private Rente dazu hat, kommt schneller über die Grenze.
Bitte verstehen Sie das nur als Orientierung. Steuerberatung darf ich als Versicherungsvermittlerin nicht geben. Für Ihre konkrete Steuer ist ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein der richtige Ansprechpartner.
Beispiel: 1.500 Euro Brutto Rente, was bleibt übrig?
Zahlen sind einfacher zu verstehen als Prozente. Hier ein Beispiel für einen gesetzlich versicherten Rentner mit Kindern, ohne weiteres Einkommen.
| Posten | Ungefährer Betrag |
|---|---|
| Brutto Rente | 1.500 Euro |
| Krankenversicherung, Ihr Anteil | rund 130 Euro |
| Pflegeversicherung | rund 54 Euro |
| Steuer | in diesem Fall meist 0 Euro |
| Netto Rente | rund 1.316 Euro |
Sie sehen: Von 1.500 Euro bleiben rund 1.316 Euro. Das sind etwa 184 Euro weniger, also rund 12 Prozent.
Die Zahlen sind gerundet und dienen nur als Beispiel. Ihr Zusatzbeitrag, Ihre Kinderzahl und weiteres Einkommen können das Ergebnis verändern.
Zu kompliziert? Ich erkläre es Ihnen in Ruhe, Schritt für Schritt. Ganz ohne Fachchinesisch.
Beratung anfragenDer vierte Abzug: Abschläge bei früher Rente
Es gibt noch einen Abzug, den viele vergessen. Er trifft alle, die früher in Rente gehen als erlaubt.
Dieser Abzug heißt Abschlag (ein dauerhafter Abzug von der Rentenhöhe). Die Regel ist einfach: Für jeden Monat, den Sie früher gehen, verlieren Sie 0,3 Prozent. Das sind 3,6 Prozent pro Jahr.
Ein Beispiel: Sie gehen drei Jahre früher. Dann ist Ihre Rente um 10,8 Prozent kleiner. Und zwar für immer, nicht nur in den ersten Jahren.
Bei 1.500 Euro Brutto wären das rund 162 Euro weniger, jeden Monat. Danach kommen Krankenkasse und Pflege noch obendrauf.
Diesen Abschlag kann man abmildern. Wer Lücken früh erkennt, kann zum Beispiel mit einer privaten Rentenversicherung gegensteuern. Wichtig ist, dass Sie früh anfangen zu rechnen, nicht erst mit 60.
Was Sie jetzt konkret tun können
Abzüge lassen sich nicht abschaffen. Aber man kann sich darauf vorbereiten. Diese Schritte helfen fast jedem.
- Renteninformation lesen: Die Zahl darin ist brutto, nicht netto. Rechnen Sie rund 12 Prozent ab.
- Zusatzbeitrag vergleichen: Krankenkassen sind unterschiedlich teuer. Ein Wechsel ist auch als Rentner möglich.
- Lücke berechnen: Vergleichen Sie die Netto Rente mit Ihren heutigen Ausgaben.
- Zweite Säule aufbauen: Betriebsrente oder private Vorsorge schließen die Lücke.
- Auslandszeiten klären: Jahre in Italien oder einem anderen EU Land zählen oft mit.
Gerade der letzte Punkt ist für italienische Familien in Deutschland wichtig. Beiträge in Italien gehen nicht verloren. Sie werden bei der Wartezeit berücksichtigt, aber jedes Land zahlt seinen eigenen Teil.
In meiner Beratung in Köln erkläre ich das auf Deutsch und auf Italienisch, damit nichts unklar bleibt. Wenn Sie wissen möchten, was am Ende wirklich bei Ihnen ankommt, schreiben Sie mir für ein unverbindliches Gespräch.
Sag mir dein Problem, ich rufe dich kostenlos zurück
Wähle deinen Fall, hinterlasse Name und Nummer. Alessandra ruft binnen 24 Stunden zurück, auf Deutsch oder Italienisch.
Was ist dein Problem?
„Perfekte Beratung. Hat die richtige Versicherung für meine Familie gefunden. Sehr professionell.“
„Endlich jemand, der zuhört. Individuelle Beratung, optimal abgesichert.“
„Kompetent und freundlich. Die richtige Lebensversicherung gefunden. Absolut empfehlenswert!“
Persönliche Beratung auf Italienisch oder Deutsch
Häufige Fragen
Wie viel Prozent wird von der Rente abgezogen?
Werden Krankenkasse und Pflege automatisch abgezogen?
Ab welcher Rente muss ich Steuern zahlen?
Wie hoch ist der Abschlag, wenn ich früher in Rente gehe?
Zahlen privat Versicherte auch Abzüge von der Rente?
Zählen Beitragsjahre aus Italien für die deutsche Rente?
Das könnte dich auch interessieren
Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Lohnt sich Entgeltumwandlung?
Betriebliche Altersvorsorge per Entgeltumwandlung: Steuer und Sozialabgaben sparen, 15 Prozent Arbeitgeberzuschuss seit 2022. Vor und Nachteile, Direktversicherung und wann sich die bAV wirklich lohnt.
Sterbegeldversicherung: sinnvoll oder teuer? Der ehrliche Ratgeber
Sterbegeldversicherung im Überblick: Bestattung kostet in Deutschland 5.000 bis 8.000 €. Wann sich die Police lohnt, was Beitrag und Wartezeit bedeuten und wann Sparen die bessere Wahl ist.
Kindergeld sinnvoll anlegen: Vermögen für Kinder
Kindergeld sinnvoll anlegen: ETF-Sparplan oder fondsgebundene Rentenversicherung? Ehrlicher Vergleich für italienische Familien in NRW von Massaro Versicherungen.
Kindergeld investieren: Sparplan & Depot für Kinder
Kindergeld monatlich sparen statt ausgeben: Fondspolice oder Depot für Kinder in NRW? Rechenbeispiel, Steuervergleich und ehrliche Beratung auf Deutsch und Italienisch.
Freibetrag beim Junior-Depot: wie hoch er 2026 wirklich ist
Die meisten Eltern verschenken den Steuerfreibetrag ihres Kindes Jahr für Jahr. Wie hoch er beim Junior-Depot ist, wann das Finanzamt doch mitverdient und wie die NV-Bescheinigung das verhindert.
Kinderdepot eröffnen in Deutschland: Der ehrliche Vergleich
Kinderdepot eröffnen in Deutschland: Vergleich mit Fondssparplan und fondsgebundener Rentenversicherung. Ehrliche Beratung für Eltern, auch auf Italienisch.
Ausbildungsversicherung: sinnvoll oder besser alternativ?
Lohnt sich die Ausbildungsversicherung wirklich? Alessandra Massaro erklärt ehrlich die Alternativen, z.B. fondsgebundene Policen, für Familien in Deutschland.
Kinderdepot oder Ausbildungsversicherung?
Kinderdepot vs Ausbildungsversicherung: ein ehrlicher Vergleich für italienische Familien in NRW. Kosten, Steuervorteile und was sich wirklich lohnt.