VORSORGE

Rente mit 70: Was die Debatte für Ihre Zukunft bedeutet

Rente mit 70: Kommt sie wirklich? Was heute schon gilt, wie viel Rente Sie später bekommen und wie Sie sich in Ruhe darauf vorbereiten.

Alessandra Massaro

Alessandra Massaro

Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO

Aktualisiert am 18. Juli 2026

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Kurze Antwort

Eine Rente mit 70 gibt es in Deutschland 2026 nicht als feste Regel. Gesetzlich gilt weiterhin die Regelaltersrente mit 67 Jahren. Wer freiwillig länger arbeitet, bekommt später mehr Rente. Über eine Anhebung auf 70 wird nur diskutiert, beschlossen ist sie nicht.

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Kommt die Rente mit 70 wirklich?

In den Nachrichten hört man es oft: Bald müssen alle bis 70 arbeiten. Viele meiner Kunden machen sich deshalb Sorgen.

Die Wahrheit ist ruhiger. Eine Rente mit 70 steht 2026 in keinem Gesetz. Es ist eine Idee, über die Politik und Fachleute streiten.

Was heute gilt, ist die Regelaltersrente (die normale Rente ohne Abzug). Für alle, die 1964 oder später geboren sind, liegt sie bei 67 Jahren.

Warum wird trotzdem über 70 geredet? Weil die Menschen länger leben und weniger Kinder geboren werden. Es zahlen also weniger Menschen ein, und mehr Menschen bekommen Geld heraus.

Mein Rat: Regen Sie sich nicht über Schlagzeilen auf. Planen Sie stattdessen mit den Regeln, die heute gelten.

Welches Rentenalter gilt 2026 für Ihren Jahrgang?

Ihr Rentenalter hängt vom Geburtsjahr ab. Hier sehen Sie die wichtigsten Stufen.

GeburtsjahrVolle Rente ab
195866 Jahre
196066 Jahre und 4 Monate
196266 Jahre und 8 Monate
ab 196467 Jahre

Sie sehen: 70 kommt in dieser Tabelle nicht vor. Wer heute 40 oder 50 ist, plant also weiter mit 67.

Wichtig: Die Rente kommt nicht von selbst. Sie müssen sie beantragen, am besten drei Monate vorher bei der Deutschen Rentenversicherung.

Nicht sicher, was für Sie passt? Fragen Sie einfach. Kostenlos und auf Italienisch oder Deutsch.

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Freiwillig bis 70 arbeiten: Was bringt das?

Auch heute darf jeder länger arbeiten. Niemand muss mit 67 aufhören. Und das lohnt sich sogar.

Wer die Rente später abruft, bekommt einen Zuschlag (einen festen Aufschlag auf die Rente). Er liegt bei 0,5 Prozent pro Monat.

Ein Beispiel: Sie arbeiten drei Jahre länger, also bis 70. Das sind 36 Monate. Ihre Rente steigt dadurch um rund 18 Prozent.

Dazu kommt ein zweiter Vorteil. Sie zahlen weiter Beiträge ein. Diese Jahre erhöhen die Rente zusätzlich.

  • Später Rente nehmen: rund 0,5 Prozent mehr pro Monat Wartezeit.
  • Weiter arbeiten: zusätzliche Beitragsjahre erhöhen die Rente noch einmal.
  • Sie bleiben länger krankenversichert über den Job.

Aber ich sage es ehrlich: Das rechnet sich nur, wenn Sie gesund sind und die Arbeit Ihnen guttut. Gesundheit geht vor Prozente.

Rente und Job gleichzeitig: Geht das?

Ja. Seit einigen Jahren dürfen Sie neben der Altersrente unbegrenzt dazuverdienen. Die Rente wird dabei nicht gekürzt.

Das ist für viele eine gute Zwischenlösung. Sie hören nicht komplett auf, arbeiten aber weniger Stunden.

Beispiel: Ein Kunde geht mit 67 in Rente und arbeitet zwei Tage pro Woche weiter. Er hat mehr Zeit für die Familie und trotzdem ein gutes Einkommen.

Zwei Punkte sollten Sie beachten. Auf den Verdienst zahlen Sie weiter Steuern. Und je nach Situation fallen Beiträge zur Kranken und Pflegeversicherung an.

Wie das in Ihrem Fall genau aussieht, hängt von vielen Details ab. Hier lohnt sich ein Gespräch mit einem Steuerberater oder mit der Rentenversicherung.

Zu kompliziert? Ich erkläre es Ihnen in Ruhe, Schritt für Schritt. Ganz ohne Fachchinesisch.

Beratung anfragen

Die eigentliche Frage: Reicht Ihre Rente?

Ob 67 oder 70: Am Ende zählt eine andere Zahl. Wie viel Geld haben Sie im Monat zur Verfügung?

Die gesetzliche Rente ersetzt im Schnitt nur rund die Hälfte des letzten Nettolohns. Manchmal ist es weniger.

Der Abstand zwischen Ihrem heutigen Einkommen und der späteren Rente heißt Rentenlücke. Genau diese Lücke macht vielen Menschen Angst, nicht das Alter selbst.

Ein grobes Beispiel: Wer heute netto rund 2.400 Euro verdient, bekommt später vielleicht rund 1.200 Euro Rente. Die Miete bleibt aber gleich hoch.

Deshalb rate ich zu einer zweiten Säule neben der gesetzlichen Rente. Eine private Rentenversicherung baut über die Jahre ein eigenes Polster auf.

Wichtig ist der Start, nicht die Höhe. Auch 50 Euro im Monat wachsen über 25 Jahre zu einem spürbaren Betrag.

Was Sie jetzt konkret tun können

Sie können das Rentenalter nicht beeinflussen. Ihre eigene Vorsorge aber schon. Diese Schritte helfen sofort.

  • Renteninformation lesen: Sie kommt einmal im Jahr per Post und zeigt Ihre voraussichtliche Rente.
  • Lücken prüfen: Fehlen Jahre wegen Studium, Elternzeit oder Arbeit im Ausland?
  • Kontenklärung beantragen: Die Rentenversicherung prüft, ob alle Ihre Zeiten gespeichert sind.
  • Vorhandene Verträge ansehen: Viele haben alte Policen, die kaum noch etwas bringen.
  • Einen festen Sparbetrag einplanen, auch wenn er klein ist.

Für Italiener in Deutschland kommt ein Punkt dazu. Arbeitsjahre in Italien gehen nicht verloren. Beide Länder gehören zur EU, die Zeiten werden für die Wartezeit zusammengezählt.

Am Ende bekommen Sie dann zwei Renten: eine aus Italien und eine aus Deutschland. Das muss man früh sortieren, damit später nichts fehlt.

Wenn Sie das gemeinsam durchrechnen möchten, melden Sie sich einfach über das Kontaktformular. Die Beratung läuft auf Deutsch oder auf Italienisch, ganz wie Sie möchten.

Wollen Sie wissen, was Sie konkret zahlen? Ich rechne es für Sie aus, unverbindlich.

Jetzt berechnen lassen

Fazit: Ruhe bewahren und selbst vorsorgen

Die Rente mit 70 ist 2026 kein Gesetz, sondern eine Diskussion. Gültig sind weiterhin 67 Jahre für die Jahrgänge ab 1964.

Wer freiwillig länger arbeitet, bekommt mehr Rente. Wer früher geht, bekommt weniger. Beides ist erlaubt und beides ist eine persönliche Entscheidung.

Das wirklich Wichtige ist die Höhe Ihrer Rente, nicht das Datum. Und die können Sie selbst beeinflussen, Schritt für Schritt.

Ich schaue mir gern in Ruhe an, wie groß Ihre Lücke ist und was zu Ihrem Budget passt. Ohne Druck und ohne teure Standardlösung.

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Häufige Fragen

Kommt die Rente mit 70 in Deutschland?

2026 gibt es kein Gesetz für eine Rente mit 70. Es handelt sich um eine politische Diskussion. Gültig ist die Regelaltersrente mit 67 Jahren für alle, die 1964 oder später geboren sind. Für ältere Jahrgänge liegt das Alter etwas niedriger.

Was passiert, wenn ich freiwillig bis 70 arbeite?

Sie bekommen einen Zuschlag von rund 0,5 Prozent für jeden Monat, den Sie die Rente später abrufen. Bei drei Jahren sind das etwa 18 Prozent mehr. Zusätzlich erhöhen die weiteren Beitragsjahre Ihre Rente. Sinnvoll ist das nur, wenn Ihre Gesundheit mitspielt.

Darf ich neben der Rente weiter Geld verdienen?

Ja. Bei der Altersrente dürfen Sie unbegrenzt dazuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Auf den Verdienst zahlen Sie aber weiter Steuern, und je nach Situation auch Beiträge zur Kranken und Pflegeversicherung. Details klären Sie am besten mit einem Steuerberater.

Wie groß ist meine Rentenlücke?

Das hängt von Ihrem Einkommen und Ihren Beitragsjahren ab. Als grobe Orientierung ersetzt die gesetzliche Rente im Schnitt rund die Hälfte des letzten Nettolohns. Ihre persönliche Zahl steht in der jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung.

Zählen meine Arbeitsjahre aus Italien mit?

Ja. Deutschland und Italien gehören zur EU, deshalb werden die Zeiten aus beiden Ländern für die Wartezeit zusammengezählt. Ausgezahlt wird später aus beiden Ländern getrennt: Italien zahlt für die italienischen Jahre, Deutschland für die deutschen.

Wann sollte ich mit der privaten Vorsorge anfangen?

So früh wie möglich, weil Zeit der wichtigste Faktor ist. Auch kleine Beträge wachsen über zwanzig oder dreißig Jahre spürbar an. Wichtiger als die Höhe ist, dass der Beitrag dauerhaft zu Ihrem Budget passt. Lassen Sie sich vor Abschluss unabhängig beraten.

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Quellen und weiterführende Informationen