Beamte und Rente: Warum Beamte eine Pension bekommen und was Sie trotzdem selbst planen sollten
Beamte bekommen keine Rente, sondern Pension. Wie hoch sie ist, wann sie startet und welche Lücken bleiben. Einfach erklärt, auch auf Italienisch.

Alessandra Massaro
Versicherungsvermittlerin nach § 34d GewO
Aktualisiert am 18. Juli 2026
Eintrag im Vermittlerregister einsehen →Kurze Antwort
Beamte bekommen keine Rente, sondern eine Pension. Sie heißt offiziell Ruhegehalt und kommt direkt vom Staat. Die Höhe hängt von den Dienstjahren und vom letzten Gehalt ab. Nach 40 Dienstjahren sind es maximal rund 71,75 Prozent des letzten Bruttogehalts.
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Bekommen Beamte eine Rente oder eine Pension?
Viele Menschen sagen Beamten Rente. Das ist umgangssprachlich richtig, aber technisch falsch. Beamte bekommen eine Pension.
Der offizielle Name lautet Ruhegehalt (das Geld, das ein Beamter im Ruhestand bekommt). Es kommt direkt vom Dienstherrn, also vom Bund, vom Land oder von der Stadt.
Der Unterschied ist wichtig. Angestellte zahlen jeden Monat in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Beamte zahlen dort nichts ein. Dafür sorgt der Staat später allein für sie.
Auf dem Gehaltszettel sehen Sie das sofort. Bei Beamten fehlt der Abzug für die Rentenversicherung. Das Netto ist dadurch höher als bei einem Angestellten mit gleichem Brutto.
Wie hoch ist die Pension für Beamte?
Die Rechnung ist einfacher als viele denken. Es zählen zwei Dinge: die Dienstjahre und das letzte Gehalt.
Für jedes Dienstjahr gibt es 1,79375 Prozent. Diese Zahl klingt kompliziert, ist aber nur ein fester Faktor. Nach 40 Dienstjahren sind Sie beim Maximum von rund 71,75 Prozent.
Die Basis ist das Gehalt der letzten zwei Jahre vor dem Ruhestand. Das nennt man ruhegehaltfähige Dienstbezüge (das Grundgehalt ohne Zulagen wie Überstunden).
Ein Beispiel: Ihr letztes Bruttogehalt liegt bei rund 4.500 Euro. Sie haben 40 Dienstjahre. Dann bekommen Sie ungefähr 3.230 Euro Pension brutto im Monat.
| Dienstjahre | Pensionssatz | Pension bei 4.500 Euro brutto |
|---|---|---|
| 20 Jahre | rund 35,9 Prozent | rund 1.615 Euro |
| 30 Jahre | rund 53,8 Prozent | rund 2.420 Euro |
| 40 Jahre und mehr | rund 71,75 Prozent (Maximum) | rund 3.230 Euro |
Diese Zahlen sind Beispiele zur Orientierung, keine Zusage. Jedes Bundesland hat eigene Regeln und Besoldungstabellen. Lassen Sie Ihre persönliche Situation besser einmal genau durchrechnen.
Nicht sicher, was für Sie passt? Fragen Sie einfach. Kostenlos und auf Italienisch oder Deutsch.
Kostenlos fragenAb wann können Beamte in Pension gehen?
Die normale Altersgrenze liegt bei 67 Jahren. Sie gilt für alle, die 1964 oder später geboren sind. Für ältere Jahrgänge steigt die Grenze langsam an.
Früher gehen ist möglich, meistens ab 63 Jahren. Aber es kostet Geld. Für jeden Monat vor der Altersgrenze werden 0,3 Prozent abgezogen.
Der Abzug ist auf maximal 14,4 Prozent begrenzt. Und er bleibt für immer. Er verschwindet nicht, wenn Sie die reguläre Altersgrenze erreichen.
Bei manchen Berufsgruppen gelten andere Grenzen. Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten gehen oft deutlich früher in den Ruhestand. Das ist gesetzlich so geregelt, weil der Dienst körperlich hart ist.
- Regelaltersgrenze für die meisten Beamten: 67 Jahre.
- Antragsruhestand: meistens ab 63 Jahren mit Abschlag.
- Schwerbehinderte Beamte: oft ab 62 Jahren möglich.
- Vollzugsdienst und Feuerwehr: eigene, frühere Grenzen je nach Land.
Warum auch Beamte eine Lücke haben
Die Pension klingt sicher und großzügig. Trotzdem gibt es fast immer eine Lücke. Dafür gibt es drei Gründe.
Erstens: Kaum jemand erreicht 40 volle Dienstjahre. Studium, Elternzeit oder ein späterer Einstieg in den Staatsdienst kosten Prozente. Viele landen bei 60 bis 65 Prozent statt bei 71,75.
Zweitens: Die Pension wird versteuert. Von den 3.230 Euro brutto bleibt deutlich weniger übrig. Dazu kommen Beiträge für die Krankenversicherung, denn die Beihilfe deckt nur einen Teil der Kosten.
Drittens: Wer vorher als Angestellter gearbeitet hat, sammelt oft nur kleine Rentenansprüche. Diese werden später mit der Pension verrechnet. Am Ende bleibt weniger, als man erwartet hat.
Deshalb bauen viele Beamte zusätzlich privat vor. Wie eine private Rentenversicherung funktioniert und für wen sie sinnvoll ist, erklären wir ausführlich auf unserer Übersichtsseite.
Zu kompliziert? Ich erkläre es Ihnen in Ruhe, Schritt für Schritt. Ganz ohne Fachchinesisch.
Beratung anfragenWelche Vorsorge passt zu Beamten?
Beamte haben eigene Wege der Vorsorge. Nicht jedes Produkt für Angestellte passt auch für den Staatsdienst.
- Riester Rente: Beamte sind förderberechtigt. Sie brauchen dafür eine Einwilligung zur Datenweitergabe an die Zulagenstelle.
- Private Rentenversicherung: flexibel, ohne feste Förderregeln, Auszahlung als monatliche Rente oder als einmalige Summe.
- Fondsgebundene Verträge: höhere Chancen, aber auch Schwankungen. Nur sinnvoll bei langem Zeitraum.
- Dienstunfähigkeitsversicherung: schützt das Einkommen, wenn Sie vor der Pension nicht mehr arbeiten können.
Der letzte Punkt wird oft vergessen. Junge Beamte auf Probe oder auf Widerruf haben in den ersten Jahren nur einen schwachen Schutz. Wer früh dienstunfähig wird, steht schnell ohne Absicherung da.
Welche Lösung passt, hängt von Alter, Dienstjahren und Familie ab. Eine allgemeine Empfehlung gibt es hier nicht. Ein ruhiges Gespräch mit einem unabhängigen Berater bringt meistens mehr Klarheit als jeder Online Rechner.
Beamte und Rente aus Italien: Was gilt hier?
Viele Familien in Köln und in ganz Nordrhein Westfalen haben eine gemischte Berufsgeschichte. Ein paar Jahre in Italien, dann Angestellter in Deutschland, später Beamter.
Diese Zeiten verschwinden nicht. Beiträge in Italien bleiben bestehen und ergeben später eine eigene kleine Rente aus Italien. Sie wird getrennt von der deutschen Pension ausgezahlt.
Wichtig ist die Reihenfolge. Zeiten aus der gesetzlichen Rentenversicherung können auf die Pension angerechnet werden. Das ist ein komplexes Thema mit vielen Ausnahmen.
Bei uns läuft die Beratung auf Deutsch und auf Italienisch. Gerade bei Renten und Pensionen sind Missverständnisse teuer. Wenn Sie Ihre Situation einmal in Ruhe sortieren möchten, schreiben Sie uns über unser Kontaktformular. Wir schauen gemeinsam, was für Sie sinnvoll ist.
Für verbindliche Auskünfte zu Ihren konkreten Ansprüchen sind die Deutsche Rentenversicherung und Ihre Pensionsstelle zuständig. Eine steuerliche Bewertung gehört immer in die Hände eines Steuerberaters.
„Perfekte Beratung. Hat die richtige Versicherung für meine Familie gefunden. Sehr professionell.“
„Endlich jemand, der zuhört. Individuelle Beratung, optimal abgesichert.“
„Kompetent und freundlich. Die richtige Lebensversicherung gefunden. Absolut empfehlenswert!“
Persönliche Beratung auf Italienisch oder Deutsch
Häufige Fragen
Bekommen Beamte Rente und Pension gleichzeitig?
Wie viel Pension bekommt ein Beamter nach 40 Jahren?
Müssen Beamte ihre Pension versteuern?
Können Beamte mit 63 in Pension gehen?
Lohnt sich Riester für Beamte?
Gibt es die Beratung auch auf Italienisch?
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